„Die Glanzstoff-Affäre“ in Wuppertal

Zu einer regionalgeschichtlichen Autorenlesung lädt der Verein für Heimatkunde am Donnerstag, 8. September, um 19 Uhr ins Haus Martfeld ein. Detlef Schmitz (Wuppertal) wird aus seinem Kriminalroman „Die Glanzstoff-Affäre“ lesen. Der Eintritt ist frei, um eine kleine Spende wird gebeten.

Detlef Schmitz hat als gelernter Vermesser bei der Deutschen Bundesbahn sich schon früh mit alten Handschriften befasst. Über die Entdeckung eines frühen Stadtplans von Elberfeld aus dem Jahr 1827 interessierten ihn die dort eingetragenen Namen der Besitzer des heutigen Luisenviertels. Neben stadtbekannten Persönlichkeiten tauchten weitere interessante Menschen auf, die erstaunliches vollbracht haben. So zum Beispiel lebte ein großer Baumeister im Viertel der in der Geschichte bisher vergessen wurde. Engelbert Kleinhanz hat uns in 50 Jahren Staunenswertes hinterlassen.

Seit 1994 hat der Autor regelmäßig jeden Freitag das Staatsarchiv NRW in Düsseldorf besucht und alle Akten des Großherzogtums Berg (11000) gesichtet und teilweise kopiert. Sein Schwerpunkt war dabei, mehr über die Menschen aus dem Quartier Luise zu erfahren. Es waren alles Akten, die im Stadtarchiv Wuppertal (StAW) nicht vorhanden waren. Selbst im Quartier groß geworden hat er sich auch früh eingesetzt, die kleine Altstadt vor dem Abriss zu retten. Seit 40 Jahren gibt es das Luisenfest, das aus einer Bürgerinitiative entstanden ist. Seit über 25 Jahren darf er sich somit als Lokalhistoriker bezeichnen, da nun aus den Aktenkonvoluten zwei historische Kriminalromane entstanden sind, aus denen er gerne kommenden Donnerstag berichten wird.