Die Frage lautet Neubau oder Anbau?

Das Grundstück rechts neben dem Feuerwehrgerätehaus wurde gekauft
Das Grundstück rechts neben dem Feuerwehrgerätehaus wurde gekauft
Foto: WP

Ennepetal..  Die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Voerde ist auf einem guten Weg – das wurde bei der Jahresdienstbesprechung der Feuerwehr vor einem Jahr freudig verkündet. Damals ging es um die Pläne, das Nachbargrundstück zu kaufen. Das ist mittlerweile geschehen, und auch der Abriss des alten Bornmann-Gebäudes ist erledigt. Der Weg für einen Neubau ist jedoch noch immer nicht frei.

Kosten für Sanierung sind sehr hoch

Es wäre schön gewesen, wenn es zur heutigen Jahresdienstbesprechung Neuigkeiten gegeben hätte, erklärt Stadtsprecher Hans-Günther Adrian. Aber noch steht nicht fest, wie es bei der groß angelegten Umbaumaßnahme weiter gehen soll – und auch nicht wann. Klar ist, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Das Haus am Friedhofsweg ist längst zu klein geworden, entspricht zudem nicht mehr den Sicherheitsanforderungen und ist baulich ziemlich in die Jahre gekommen. Nicht nur optisch.

Ursprünglich war geplant, an das Gebäude einen Anbau zu setzen, in dem mindestens die beiden großen Feuerwehrfahrzeuge Platz haben, bestenfalls noch der dritte, kleinere Wagen. Außerdem sollte das Feuerwehrgerätehaus umfassend saniert und umgebaut werden. Die Bewegungsflächen der Kameraden müssen zudem größer und sicherer angelegt, notwendige Schulungsräume entsprechend gestaltet werden. „Es soll in Voerde ein ganz normaler Standortstützpunkt eingerichtet werden“, erklärt Feuerwehrchef Frank Schacht. Doch die Vorgaben dafür haben sich seit damals erheblich verändert. Derzeit ist das Feuerwehrgerätehaus ein Fall für die Rechenexperten.

30 aktive Kameraden

Die nun kalkulierten Kosten für einen Umbau seien so hoch, wie es vonseiten der Stadt heißt, dass nun geprüft werde, was für einen Neubau zu zahlen sei. Aber auch rechtliche Dinge müssten geklärt werden.

Ob Anbau oder Neubau: Feuerwehrchef Frank Schacht wären beide Lösungen recht, Hauptsache am Ende stehe ein gutes Ergebnis. Was gut sei, ist dass die Feuerwehr eng bei der Planung mitwirke. Über einen möglichen Beginn der Bauarbeiten möchte der Leiter der Ennepetaler Feuerwehr aber nicht spekulieren. Wichtiger sei es jetzt, dass eine gute und langfristige Entscheidung getroffen werde.

Der Grundstein des jetzigen Feuerwehrhauses wurde 1958 vom damaligen Bürgermeister Walter Sondermann gelegt. Derzeit zählt die Voerder Löschgruppe 30 aktive Kameraden. Im vergangenen Jahr waren sie 46 Mal im Einsatz.