Die Ex geschlagen und gefesselt

Ennepetal/Hagen..  Die Geschichte, die ab morgen vor dem Hagener Landgericht verhandelt wird, hört sich an wie aus einem Psychothriller. Ein 25-jähriger Ennepetaler, soll seine Ex-Freundin als Geisel genommen haben, um sie dazu zu zwingen, die Beziehung mit ihm wieder aufzunehmen.

Der Klutertstädter, der bisher strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten ist, soll die Trennung von seinem späteren Opfer nicht verkraftet haben, weshalb er laut Anklage zu ausgesprochen brutalen Mitteln gegriffen haben soll.

Stundenlanges Martyrium

Vier Jahre lang, von 2010 bis zum Februar 2014, waren die beiden junge Leute ein Paar, ehe die Frau die Beziehung zu dem 25-Jährigen beendete.

Das soll dem Angeklagten überhaupt nicht gepasst haben. Immer wieder soll er während der folgenden Monate versucht haben, seine Ex-Freundin dazu zu überreden, die Beziehung wieder aufzunehmen – es blieb jedoch bei erfolglosen Versuchen

Dann kam der verhängnisvolle 21. September vergangenen Jahres, an dem die Sache schließlich eskaliert sein soll: Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte seine Ex-Freundin, die bei einer Nachbarin zu Besuch gewesen war, zunächst gewaltsam in seine Wohnung gezerrt haben. Dort soll er sie dann mit einem Gummihammer bewusstlos geschlagen und anschließend gefesselt haben. Als die Frau nach kurzer Zeit wieder bei Bewusstsein war, soll er damit gedroht haben, sich und sie gemeinsam umzubringen, wenn sie die Beziehung mit ihm nicht wieder aufnehme.

Als es der Frau nach circa dreieinhalb Stunden Martyrium schließlich gelungen war, dem Ennepetaler vorzuspiegeln, dass sie wieder mit ihm zusammen sein wolle, ließ der Angeklagte sie schließlich wieder gehen. Die Frau zeigte ihren Ex-Freund schließlich an.

Acht Verhandlungstage

Für das Verfahren sind acht Verhandlungstage angesetzt und am morgigen Mittwoch, 4. Februar, ist der Auftakt der öffentlichen Verhandlung. Diese findet vor der 4. großen Strafkammer ab 9.30 Uhr im Saal 201 statt und wird am Freitag, 6. Februar, fortgesetzt.