Die erste Frau in der Männerdomäne

Ulrike Flottmann und Heinrich Flottmann – der Präsident des Jahres 2014/2015 mit seiner Ehefrau –
Ulrike Flottmann und Heinrich Flottmann – der Präsident des Jahres 2014/2015 mit seiner Ehefrau –
Foto: Dirk Staendeke

Gevelsberg..  „Sei der Welt ein Geschenk! – Be a gift to the world!“ Mit diesem Motto begann das neue Jahr des Rotary Club Gevelsberg. Präsident Heiner Flottmann konnte seinem Amtsnachfolger Joachim Sedlaczek eine in den Augen der Mitglieder tolle Bilanz in das neue Amtsjahr mitgeben. Der Wechsel des Vorstandes ist jedes Jahr der offizielle Höhepunkt im Leben der über 1000 Rotaryclubs in Deutschland. Historisch bedingt ist dies seit über 100 Jahren nicht das Kalenderjahr, sondern jeweils der 30. Juni.

35 000 Spenden verteilt

Resümierend blickte Präsident Heiner Flottmann auf das abgelaufene Jahr zurück und konnte stolz neben vielen kleinen Projekten Highlights für den Rotary Club Gevelsberg verkünden: Mit dem Schlagworten Spendenrekord, viele Neumitglieder und Gründung des Rotaract Clubs Gevelsberg sind diese kurz zusammengefasst.

Über 35 000 Euro an Spenden für gemeinnützige Zwecke sind in dem Jahr aus der Kasse des Rotary Clubs Gevelsberg geflossen. Das sind neben den regionalen Projekten, die seit vielen Jahren unterstützt werden, auch Sofortmaßnahmen bei großen und kleinen Katastrophen. So legt der Rotary Club Gevelsberg Wert darauf, dass hier nicht Aufgaben des Staates unterstützt werden, sondern dort geholfen wird, wo keine staatliche Hilfe greift.

Das „ZwergEN-Projekt“, bei dem seit über 10 Jahren Kindergärten im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis bei der sprachlichen Integration im frühen Kindesalter unterstützt werden, ist ein typisches Beispiel dafür. Migration ist kein Problem, sondern eine Aufgabe der Gesellschaft, so die Rotarier. So waren auch die gesamten Einnahmen des Rotary-Standes auf dem Schwelmer Weihnachtsmarkt für die sprachliche Integration von Flüchtlingen in der Region bestimmt. Aber auch überregionale Hilfe bei der Bewältigung von Katastrophen durch direkte Spenden ist wesentlicher Bestandteil des Rotarylebens. So war die Palette der Projekte wieder vielseitig und zu lang, um einzeln aufgeführt zu werden.

Es soll kein Einzelfall bleiben

Das abgelaufene Jahr endete aber auch für das Clubleben mit einer Neuerung. Zeitgleich mit der Beendigung seiner Amtszeit konnte Heiner Flottmann die erstmalige Aufnahme einer weiblichen Rotarierin verkünden. Dr. Monika Steinrücke, dem Club bereits seit vielen Jahren verbunden, konnte in die „Männerdomäne“ einbrechen und wurde feierlich als erste Dame im Rotary Club Gevelsberg aufgenommen. Der neu ins Amt eingeführte Präsident Joachim Sedlaczek möchte dafür sorgen, dass sie nicht die Einzige bleibt.

Gemeinsam mit dem Rotary Club Gevelsberg Engelbert konnte die Gründung des Rotaract Club Gevelsberg unterstützt werden. In den wenigen Monaten seit der Gründung haben die jungen Rotaracter bereits durch viele Aktionen auf sich aufmerksam gemacht.

Da, wo der scheidende Präsident aufgehört hat, möchte auch der neue Präsident mit seinem Vorstand und den Mitgliedern weitermachen. Präsident Sedlaczek: „Be a gift to the world!“ Das Jahresmotto geht weit über das reine Schenken hinaus. „Jeder Mensch hat etwas zu geben, wer immer er ist, wie auch immer sein Leben aussieht,“ so Präsident Sedlaczek und weiter: „Wir können unser Engagement und unsere Hingabe beisteuern.“

So sei das Ziel für das laufende Jahr neben der Weiterführung der vielen kleinen Projekte der Aufbau eines großen nationalen Projektes. Die Mitglieder des Rotary Clubs Gevelsberg waren sich einig, dass sie hier mit dem Wechsel des Präsidenten zwar personell neu aufgestellt sind, aber beim Ziel weiterhin den richtigen Weg beschreiten.