Die „Dramenhelden“ erhalten ihr Reifezeugnis

Bereit, um neue „Dramen“ zu schreiben: MIt der Übergabe der Abiturzeugnisse durch Stufenleiter Christian Brand endet für die Jugendlichen offiziell ihr Schulleben. Schulleiterin Katharin Vogt erinnert daran, dass sie nun vor neuen Herausforderungen, vor ihrer eigenen Zukunft stünden.
Bereit, um neue „Dramen“ zu schreiben: MIt der Übergabe der Abiturzeugnisse durch Stufenleiter Christian Brand endet für die Jugendlichen offiziell ihr Schulleben. Schulleiterin Katharin Vogt erinnert daran, dass sie nun vor neuen Herausforderungen, vor ihrer eigenen Zukunft stünden.
Foto: Anna Reimers

Schwelm..  Es ist wieder soweit: Im ganzen Ennepe-Ruhr Kreis verlassen die Abiturienten die Klassenräume und treten in die Hörsäle der Unis, Betriebe und in das Erwachsenenleben ein.

Mit der Abiturienten-Entlassfeier des Märkischen Gymnasiums Schwelm am Samstag verabschiedeten Lehrer, Eltern, Geschwister, Freunde, Verwandte und die Stadt Schwelm die diesjährigen Abiturienten.

Christian Brand verglich den „Prozess“ Abitur mit einem Drama aus der Literatur: Aufgeteilt in fünf Akte, beschrieb Brand das Abitur des Jahrgangs mit Höhen und Tiefen. Von Akt 1, der Eposition, dem ersten Tag in der Oberstufe, über Akt 2. der Komplikation: Mit Kurswechseln und fehlenden Entschuldigungen hielten die Schülerinnen und Schüler ihre Lehrer in Trab. Es folgte Akt 3, die Abiturzulassung und schließlich schon Akt 4. Es wurde gelernt, gelernt und gelernt. Die Spannung auf die Prüfungsergebnisse stieg und fiel. Am vergangenen Wochenende kam es nun zu Akt 5: Die Zeugnisübergabe. Spätestens hier wurde allen bewusst, dass sie einen großen Schritt im Leben gemeistert haben.

Die „Dramenhelden“, wie Stufenleiter Christian Brand seine Stufe nennt, des Märkischen Gymnasiums haben nun seit Samstag das Drama Schule und Abitur hinter sich. Jetzt sind sie bereit, um „neue Dramen überstehen“. Dabei wünscht Christian Brand und sein Kollegium den jungen Frauen und Männern „viel Erfolg“.

Ein Glück Auf von der Stadt

Heidrun Liedtke, Schulpflegschaftsvorsitzende, fasste sich kurz: „Zwölf Jahre sind vorüber, jetzt ist es vorbei. Der letzte Tag eurer Schulzeit.“

Für die Abiturienten steht nun ein neuer Lebensabschnitt an, bei dem auch Bürgermeister Jochen Stobbe im Namen des Rates und der Verwaltung der Stadt Schwelm „ein herzliches Glück auf“ wünscht.

Schülersprecher Robin Heringers großer Tag steht zwar erst in einem Jahr an, aber auch er hatte eine Rede im Namen der Schülerinnen und Schüler des Märkischen Gymnasiums Schwelm auf Lager und stellte sofort lachend fest: „Ich an eurer Stelle würde mich so freuen, dieses 30 Tausend Einwohner Kaff mal für längere Zeit zu verlassen.“ Der Scherz des Schülervertreters wurde mit Humor genommen und Abiturienten, Lehrer, Eltern sowie der Bürgermeister erfüllten die Christuskirche mit herzhaftem Lachen.

Vor neuen Herausforderungen

Doch hinter Robin Heringers Worten steckt auch ein Stückchen Wahrheit: Die Abiturienten stehen nun vor neuen Herausforderungen, vor ihrer eigenen Zukunft, die sie „mit Mut, Kraft, Geduld, Selbstvertrauen und der nötigen Portion Glück,“ wie Schulleiterin Katharina Vogt sagte, gestalten können.

„Im Namen der Goldabiturienten überbringe ich Ihnen den Wunsch, dass Sie Ihre Ziele in einer friedlichen Welt und intakter Umwelt erreichen, ohne Krieg,“ sagte Goldabiturient Klaus Meckel und freute sich über das Glück der Schülerinnen und Schüler, die „nicht von der Schulbank in den Krieg“ müssen.

Die zahlreichen Abschieds- und Dankesreden sprechen für sich: Der Abiturjahrgang 2015 liegt allen am Herzen und auch den Abiturienten selbst fällt es nicht leicht, die letzten Jahre, ihre Lehrer, ihre Schule und Freunde hinter sich zu lassen.

Ricardo Cammarota und Felix Ahlefelder bedankten sich im Namen der Stufe bei ihren Mitschülern und Lehrern: „Vielen Dank für acht beziehungsweise drei lustige Jahre!“