Der Häwelmann kam aus Unna
13.05.2009 | 20:21 Uhr 2009-05-13T20:21:00+0200Ennepetal. (AT) „Erika, ist das schön, dich wiederzusehen!”, rief Horst Gockel. „Ich heiße immer noch Edith”, bemerkte die ehemalige Klassenkameradin gespielt streng, sagte dann aber anerkennend: „Horst, du hast aber abgenommen, du warst ja viel voller!”.
Es ging fröhlich zu beim Klassentreffen des Entlassjahrgangs 1954 der Evangelischen Volksschule Wilhelmstraße in der Voerder Gaststätte „Rosine". Horst Gockel und dessen bewährtes Team, Gisela Urspruch geb. Kessler, Hildegard Dürholt geb. Sänger und Heinz Michel hatten die Ehemaligen zusammen getrommelt. 35 waren gekommen.
Lehrerin Christel Funk, die Handarbeit und Leibesübungen lehrte, nahm am Treffen teil. „Sie ist richtig fit mit ihren 89 Jahren”, war von den Ehemaligen zu hören. Die Klassenlehrer Samuel Cramer und Helmut Grell sorgten ebenso für Gesprächsstoff.
Henkelmänner für die Schulspeise, Klassenfahrt nach Mayen in der Eifel, wofür man sich Dauerwürste „von hier” mitgenommen hatte - es kam ziemlich alles auf den Tisch.
Und, wenn man während Klassenfahrten Hunger bekam, wurde Jagd auf Nachbars Obstbäume gemacht. „Bei Lehrer Grell haben fast alle Schüler schwimmen gelernt”, erinnerte sich Horst Gockel. Klar, seien schon mal Ohren lang gezogen und Ohrfeigen verteilt worden, „wir haben es überlebt”, lachte Gockel. Die weiteste Anreise hatte Erich Balke, der aus Kiel kam. Klaus Wittenstein rollte aus Fulda an, und Peter Heckmann, den man nur „Häwelmann” nannte, kam aus Unna.
Die meisten seinen bodenständig geblieben, erzählte Horst Gockel.
Seit 25 Jahren treffe man sich alle fünf Jahre, um Erinnerungen aufzufrischen. Bilder wurden ausgetauscht und als Überraschung ein Film gezeigt.
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