Der Fischzucht auf den Grund gegangen

Stefan Kellner, Inhaber von Forellen Kopp, führte die Gäste des Heimatvereins Milspe über die idyllisch gelegene Teichanlage im Heilenbecker Tal und erklärte seine Arbeit.
Stefan Kellner, Inhaber von Forellen Kopp, führte die Gäste des Heimatvereins Milspe über die idyllisch gelegene Teichanlage im Heilenbecker Tal und erklärte seine Arbeit.
Foto: Hans-Jochem Schulte
Was wir bereits wissen
  • Der Heimatverein Milspe besuchte im Rahmen der Reihe „Bekieken und Beküen“ den Betrieb Forellen Kopp
  • Inhaber Stefan Kellner führte über die Anlage und berichtete Interessantes über Fischzucht und -räucherei
  • Auch verschiedene Fischspezialitäten und den passenden Wein durften die Gäste probieren

Ennepetal..  Das Motto der Milsper Heimatvereins-Veranstaltungsreihe „Bekieken und beküen“ mochte man erweitern auf „bestaunen“. Denn was die rund 20 Heimatfreundinen und -freunde bei Forellen Kopp im Heilenbecker Tal erlebten, löste schon ein Staunen aus.

Stefan Kellner, seit 26 Jahren der Inhaber der Zuchtanlage mit Räucherei, hielt seinen Gästen eine 1800 Gramm schwere Lachsforelle zum „Bekieken“ entgegen, gab Tipps zur Zubereitung und machte vor allem Appetit auf Fisch. Und Fisch gibt es reichlich in fünf Teichen, Forellen und Karpfen. Stefan Kellner hat aber noch mehr zu bieten: schottischen Wildlachs, und Aal, der aus dem Sauerland angeliefert wird und in der Räucherei an der Anlage im Heilenbecker Tal im „blauen Rauch“ des reinen Buchenholzes seinen Geschmack bekommt. „Er wird bei uns mild geräuchert, so dass man nicht den Rauch schmeckt.“

Leckeres mit Wein verköstigt

Wie köstlich Aal und nicht nur er ist, schmeckten die Heimatvereinsmitglieder bei der Verköstigung. Gereicht wurden neben Fischhäppchen auch Forellenmus und Karpfenkaviar und – natürlich – der passende Wein dazu. Stefan Kellner weiß wohl, wie man Gäste betört und sie zu Fisch-Gourmets macht.

Karl-Heinz Gockel und Hans-Gerd Bangert vom Heimatverein Milspe haben nicht ohne Grund das „Bekieken und beküen“ bei Forellen Kopp stattfinden lassen. Gockel und Bangert, die auch regelmäßig die Genießertouren der Kluterthöhle und Freizeit GmbH führen, haben, wie sie sagen, nur gute Erfahrungen bei Forellen Kopp gemacht. Die Teilnehmer der Genießertouren seien immer sehr zufrieden gewesen. Stefan Kellner serviere nicht nur Leckeres aus dem Teich und der Räucherei, sondern sei auch ein guter Plauderer, der Wissenswertes und Interessantes über Fisch und Zucht erzählen könne.

Kleines Naturparadies

So war es auch beim Besuch des Heimatvereins Milspe. Die Gäste wissen nun, warum es an den Teichen silbern blinkt und Fahnen wehen. Es soll Räuber abhalten. Große Räuber seien Kormorane, dagegen sei der Fischreiher ein Waisenkind, so Stefan Kellner. Räuber seien auch die Waschbären, die sich gerne an der Teichanlage aufhalten würden. Als ein kleines Naturparadies abseits der Heilenbecker Straße kann man die Teichanlage samt Umgebung schon bezeichnen. Die Wasseramsel hat sich angesiedelt und der seltene und auch geschützte Eisvogel macht dort regelmäßig Besuch. Er wird oft mit der Kamera beobachtet. Ein Naturfotograf holt sich den Eisvogel aus einem getarnten Holzverschlag vor die Linse.

Stefan Kellner ist täglich, auch an Sonn- und Feiertagen, von 10 bis 17 Uhr an der Anlage zu finden. Ansonsten versorgt er Restaurants und Hotels sowie auch einen Supermarkt mit Fisch. „Die wollen etwas Frisches“, sagt Kellner und freut sich, den Besuchern wieder etwas Neues mitgeteilt zu haben.