Der ewige Neubau

Die Dauerbaustelle an der Voerder Straße/Ecke Neustraße ruht derzeit. Der Eigentümer reicht neue Architektenpläne ein.
Die Dauerbaustelle an der Voerder Straße/Ecke Neustraße ruht derzeit. Der Eigentümer reicht neue Architektenpläne ein.
Foto: WP

Ennepetal..  Die Voerder Straße ist und bleibt eine Problemzone. Nicht nur weil Ladenlokale leer stehen, oder wegen anhaltender Diskussionen über Sinn und Unsinn verschiedener Maßnahmen zur Belebung der Innenstadt. Auch weil seit Jahren Stillstand in vielen Bereichen herrscht. Große Flächen des Ringkaufhauses sind ungenutzt, das ehemalige Curanum Altenheim steht schon lange leer – nun ruht auch die Dauerbaustelle gegenüber. Mal wieder.

Neue Baugenehmigung notwendig

Elf Jahre ist es nun her, dass das Geschäftshaus am Fuße der Voerder Straße, Ecke Neustraße einem Feuer zum Opfer fiel. Die Spielhalle nebenan blieb verschont, das altehrwürdige Haus war nur noch ein Ruine. Und das blieb sie auch – bis zum Sommer 2007. Dann wurde das Gebäude abgerissen.

Fünf Jahre lang passierte jedoch erst einmal nichts, im August 2012 starteten die Bauarbeiten zu einem kombinierten Wohn- und Geschäftshauses, die Baugenehmigung erteilt wurde nach Auskunft der Verwaltung bereits im Januar 2007.

Mehr als fünf Jahre danach machte sich der neue Eigentümer also ans Werk. Jedoch nur bis Oktober 2013. Die Stadt hatte festgestellt, dass die Arbeiten am Bau nicht den Vorgaben der Baugenehmigung entsprachen. Das Vorhaben ein Penthouse oben zu errichten, sorgte für den erzwungenen Baustopp. Vier Monate später, im April, erteilte die Stadt nach Durchsicht der neu eingereichten Pläne eine erneute Baugenehmigung, vielmehr den dritten Nachtrag dazu. Es ging also weiter mit den Arbeiten an der Voerder Straße. Aber nicht lange.

Jetzt war es der Eigentümer, der eine Baupause einlegte, um eine neue Idee auszuarbeiten. Statt eines Wohn- und Geschäftshauses sollte nun ein Hotel am Eingangstor zur Innenstadt entstehen. Einen Tag vor Heiligabend, am 23. Dezember 2014, stellte der Eigentümer die Bauvoranfrage. Doch die Stadt sagte nein: Und das aus mehreren Gründen, wie Stephan Langhard aus der Baubehörde, erklärt. Es seien die für ein Hotel mit Veranstaltungsraum notwendigen Stellplätze nicht nachgewiesen worden. Außerdem sei die Planung nicht in Einklang mit dem Bebauungsplan zu bringen.

Aus diesem Grund soll es nun doch wieder ein Wohn- und Geschäftshaus werden. Da aber auch hier Veränderungen vom Eigentümer zum ursprünglichen Plan gewünscht sind, muss eine neue Baugenehmigung her. „Wir warten nun auf den Antrag“, erklärt Stephan Langhard.