Denken ist schlecht für den Kopf

Auf Reisen kann man nicht nur beeindruckende Natur und sehenswerte Bauten kennen lernen, sondern auch die besonderen Eigenarten anderer Menschen. Davon weiß Stefan Voigt nach seiner Laos-Expedition zu berichten.

Die Laoten hat der Ennepetaler als in sich ruhende Menschen kennengelernt. Das einfache Leben und der große Respekt vor der „beseelten“ Natur – der Kern des neben dem Buddhismus vorherrschenden „Animismus“ als religiöser und soziokultureller Grundlage – prägen sie. Der Gegensatz zu den Europäern und ihrer volltechnisierten, luxuriösen, hektischen Welt könnte kaum größer sein.

Wo und wie es sich besser leben lässt, ist eine Frage der Perspektive. Einen Beleg dafür liefert Stefan Voigt. Ein Laot habe gesagt, dass er die Europäer bemitleide. „Die denken immer so viel nach. Das ist schlecht für den Kopf.“

Mich hat dieser Satz nachdenklich gemacht. Schließlich habe ich bei Worten und Taten des einen oder anderen, den ich so kenne, doch gelegentlich gedacht, dass vorheriges Nachdenken vielleicht ganz hilfreich gewesen wäre. Aber vielleicht wollte derjenige – der laotischen Weisheit folgend – nur seinen Kopf schonen?

Oh je, ich glaube, ich bekomme Kopfschmerzen...