Den Deckel übernimmt der Bürgermeister

Gevelsberg..  Stadtoberhaupt Claus Jacobi hatte gestern zwar bereits zwei harte Kirmestage in den Knochen stecken, doch das merkte man ihm nicht an. Bestens gelaunt und mit markigen Sprüchen führte er durch den Empfang mit mehr als 200 geladenen Gästen im Rathaus.

Die Gläser purzelten

Die amüsierten sich prächtig bei dem kurzweiligen Programm, aber den eigentlichen Grund dafür, dass derart viele der Einladung des Bürgermeisters gefolgt waren, offenbarte Hammerschmied Bernd Matthäi: „Heute ist es ja nur so voll, weil Du einen ausgibst.“ Gelächter und Applaus, bevor die Gevelsberger Symbolfigur schon wieder den Abgang machte – schließlich musste Matthäi pünktlich zum Zugbeginn auf dem Hammerschmiedwagen stehen.

Dann ging’s zur Sache. Jahr für Jahr treten Gevelsberger-Kirmesverein, Schwelmer Dacho, Voerder Heimatverein und Hasper Kirmes-Aktive gegeneinander an. „Diesmal haben wir die Top-Spiele der vergangenen Jahre zu einem zusammengeführt“, verkündete Jacobi, und zeigte im Probedurchlauf, wie das funktionieren sollte. Getreu dem Kirmesmotto „Der Letzte mäkt dat Lech ut“ mussten die Teamkapitäne erstmal eine Lampe anknipsen, dann mit einem Fußball durch einen Slalomparcours dribbeln, bei Hausmeister Michael Külpmann ein Tablett mit Pils entgegennehmen, mit diesem in der Hand einen Schuss auf die Torwand abgeben, vier Mitstreiter die Biere zum Exen geben, mit dem Tablett leerer Gläser in der Hand ein weiteres Mal auf die Torwand schießen, die Gläser vorschriftsmäßig wegbringen, und dann – ganz wichtig – das Licht ausknipsen.

Gläser purzelten voll und leer, die Lampe hatte einen Wackelkontakt, einzig der Ennepetaler Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen versenkte einen Schuss und nach akribischer Zeitnahme durch Landrat Dr. Arnim Brux stand fest: Alle haben exakt 1.09 Minuten gebraucht. Jeder ist Letzter.

Es gab noch Kirmeskrüge für Politiker, Ex-Bürgermeister und einige weitere Gäste, wie die Freunde aus der Partnerstadt Vendôme, und dann waren die gut eineinhalb Stunden schon wieder um. Noch ein Häppchen auf des Bürgermeisters Kosten und dann ging’s zum Zug.