Das wäre ein Armutszeugnis

Um es mal ganz deutlich zu sagen: Es wäre ein beispielloses Armutszeugnis für den Schwelmer Einzelhandel, wenn auf der Jahreshautversammlung WGS nach 61 Jahren deren Abgesang angestimmt wird. Eine Stadt mit unter 30 000 Einwohnern und funktionierender Fußgängerzone sucht man in der weiten Region vergeblich. Genauso schweift der Blick ziemlich weit, bis er auf eine derart schöne Altstadt trifft.

Die Schwelmer haben sich während der vergangenen 25 Jahre ohnehin zu sehr darauf verlassen, dass diese Voraussetzungen mit nur geringem Zutun dafür sorgen, dass alles funktioniert. Jetzt rennen sie der Musik hinterher.

Für Belebung kann – neben der Gastronomie – nur der Einzelhandel sorgen. Da wäre es geradezu fatal, wenn jeder glaubt, sich lediglich auf sich verlassen zu müssen. Nur konzentrierte Aktionen, tolle Veranstaltungen und ein schönes Ambiente können es mit der hellwachen Konkurrenz aus dem Umland aufnehmen. Das funktioniert nicht, wenn etliche Solisten nebeneinander agieren. Deshalb muss die WGS weiter existieren.

Klar ist aber auch: Der Verein muss sich und seiner Ausrichtung einer Grundsanierung unterziehen – für Schwelm.