Das ist eine Büttenrede

Es gibt Karnevalisten und Kirmesfreunde. Beide wollen Spaß haben, beide schütten kein Bierchen weg, beide singen gern, beide wollen lustig sein und bei beiden Veranstaltungen werden manchmal sogar die Weichen für den Rest des Lebens oder wenigstens eine Teilstrecke davon gestellt. Gibt es also keinen Unterschied zwischen den beiden Volksbewegungen? Doch! Glauben Sie mir: Die Anhänger der Kirmeskultur sind wesentlich schlauer als die Damen und Herren hinter der Pappnase.

Nicht umsonst wurde die sechste Jahreszeit, also die Kirmes, in die Sommermonate gelegt – zumindest in Gevelsberg und Voerde, Schwelm ist da mit seinem Heimatfest schon eher eine Randerscheinung. Die Karnevalisten haben sich für die kalte Jahreszeit entschieden und frieren sich ein hier nicht näher zu beschreibendes Körperteil ab, wenn sie heute beim Weiberfastnacht nicht mit Reizen geizen wollen. Der Kirmesfreund nimmt im Minirock (Frauen) und Hotpants (Männer) (oder umgekehrt) keinen Schaden.

Der Mensch mit der Narrenkappe muss nach den „tollen Tagen“ Fastenwochen einlegen. Der Kirmesfreund schmeißt nach dem Feuerwerk erst einmal ein paar Steaks und Würstchen auf den Grill. Raten Sie mal, was mir lieber is(s)t... Gelau und Schwelm Helau.

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