CDU will weiterführende Schulen stärken

Die Sekundarschule Ennepetal soll nach Vorstellungen der CDU möglichst auf eine Vierzügigkeit hinarbeiten, um auch Anmeldungen nach dem eigentlichen Termin noch möglich zu machen.
Die Sekundarschule Ennepetal soll nach Vorstellungen der CDU möglichst auf eine Vierzügigkeit hinarbeiten, um auch Anmeldungen nach dem eigentlichen Termin noch möglich zu machen.
Foto: WP

Ennepetal..  Die CDU-Ratsfraktion fordert die Stadtverwaltung auf, die beiden weiterführenden Schulen in Ennepetal aktiv zu bewerben und zu stärken. „Rund 80 Ennepetaler Kinder (knapp ein Drittel unserer Kinder) wurden zum Stichtag gar nicht in den 5. Klassen in Ennepetal angemeldet“, heißt es in einem Antrag an Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen. Die Sekundarschule könne aufgrund der zu geringen Anmeldezahlen keine vier Eingangsklassen bilden, sei aber mit 75 Schülern im zweiten Jahr in Folge ausgelastet und müsse daher unterjährig angemeldete Kinder ablehnen. Das Reichenbach-Gymnasium sei in der Lage, auch im laufenden Schuljahr Schüler aufzunehmen, doch sei dort die Zahl der angemeldeten Schüler stärker gesunken, als dies durch den demographischen Wandel erklärbar wäre.

Vierter Zug für Sekundarschule

Dass an der Sekundarschule keine Anmeldungen mehr möglich sind, sei für den Wohnstandort abträglich, da Familien, die nach Ennepetal ziehen, damit rechnen müssen, ihr Kind unterjährig nicht an einer weiterführenden Schule anmelden zu können, wenn es nicht am Gymnasium mit gebundenem Ganztag angemeldet werden soll, erklären die Christdemokraten. Die naheliegende Lösung wäre die Etablierung eines vierten Zuges an der Sekundarschule. „Dafür wären grundsätzlich 100 Anmeldungen notwendig, was dazu führen würde, dass der vierte Zug sofort wieder voll wäre und wir wiederum keine freien Kapazitäten hätten“, so die CDU. Ab etwa 90 Anmeldungen bestünde aber laut Einschätzung des Schulamts die Möglichkeit, mit der Bezirksregierung über einen vierten Zug zu verhandeln. Die Anmeldungen müssten jedoch zum Anmeldestichtag erreicht werden. „Da die Sekundarschule noch neu ist, gibt es eine Reihe von Eltern, die ihre Kinder lieber an bekannten Schulformen, wie der Realschule, der Hauptschule oder Gesamtschule anmelden – teilweise auch, weil für das Schulmodell Sekundarschule noch Informationen oder Erfahrungen aus dem Bekanntenkreis fehlen“, heißt es in dem von Bürgermeisterkandidatin Imke Heymann und Ratsfrau Charleen Zwick unterzeichneten Antrag.

Aktiv um Anmeldungen werben

„Aus diesem Grund sehen wir es als notwendig an, die Ennepetaler Eltern ausführlich über die Stärken unserer Schulen zu informieren und aktiv dafür zu werben, Kinder an unseren weiterführenden Schulen anzumelden. Wir beantragen daher ein Konzept zur Werbung für unsere Schulen und Schulformen (z.B. Broschüren, Infoabende...) zu erarbeiten, mit dem Ziel die Anmeldungen an der Sekundarschule und dem RGE zu stärken und vor den nächsten Anmeldungen umzusetzen.“