CDU-Basis fühlte Laschet und Röttgen auf den Zahn
07.10.2010 | 19:43 Uhr 2010-10-07T19:43:00+0200
Ennepetal.Die Mitgliederbefragung über den neuen CDU-Landesvorsitzenden hat begonnen; erste Briefwahlstimmen treffen in den Geschäftsstellen ein. „Es läuft gut“, sagte Kreisgeschäftsführer Martin Spittler zur Beteiligung im Ennepe-Ruhr-Kreis.
Doch viele Christdemokraten sind noch unentschieden. Im Haus Ennepetal nutzten rund 120 CDU-Anhänger am Mittwochabend die Gelegenheit, sich selbst ein Bild von den beiden Bewerbern um die Nachfolge von Jürgen Rüttgers zu machen. Der frühere Landesminister Armin Laschet betonte dabei seinen Standortvorteil: Überall dort, wo die Ministerpräsidentin des Landes sei, müsse auch die CDU „sichtbar“ sein, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Landtagsfraktion. Sein Rivale Norbert Röttgen warb hingegen damit, dass die CDU in NRW nach dem Machtwechsel in Düsseldorf zeigen müsse, „dass sie Opposition kann“; er selbst stehe als Bundesumweltminister für die Regierungsfähigkeit der Partei. In der Diskussion, die auf die Reden der Kandidaten folgte, machten die Mitglieder deutlich, dass sie die parteiinternen Streitereien leid sind und die Niederlage bei der Landtagswahl noch nicht verwunden ist.
Da gab es Seitenhiebe auf den „Arbeiterführer“ Rüttgers und die Sozialdemokratisierung der Union. Viele Hinweise galten den rot-grünen Schulreformplänen, die in den Städten und Gemeinden nicht rundweg abgelehnt werden. Zur Finanznot der Kommunen räumte Laschet ein, die schwarz-gelbe Vorgängerregierung habe das Problem unterschätzt. „Da muss sich grundlegend etwas ändern.“
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