Caféhaus Voerde ist geschlossen

Ennepetal..  Es war an einem Samstag im April des vergangenen Jahres im Voerder „Zönchen“, als symbolisch ein Band durchschnitten wurde und viele Gäste und Vertreter von Vereinen ins „Caféhaus Voerde“ schritten. Es war die Eröffnung des Cafés, versehen mit guten Worten der Ersten Bürgermeisterstellvertreterin Anita Schöneberg. „Es möge hier gelingen!“, sagte sie im Auftrage der Stadt. Doch es gelang nicht.

Gemütliche Kaffeestunden im wiederaufgebauten Haus waren nur bis Ende des Jahres 2014 möglich. Pächter Gabor Horvath schloss sein Café aus wirtschaftlichen Gründen. „Im Sommer war es gut. Da waren die Tische draußen fast immer besetzt“, sagt Horvath. In der dunklen Jahreszeit seien aber nur recht wenig Fußgänger im „Zönchen“ unterwegs. So blieben Gäste aus.

Die Räumlichkeiten des nun ehemaligen Cafés stehen wieder zur Vermietung an. Hausbesitzer Hans-Joachim Ross hat noch keinen Nachfolger gefunden.

In den sich im Haus nebenan befindlichen Gaststättenräume wurde seit dem Wiederaufbau kein Bier gezapft. „Alle Interessenten sprangen ab“, sagt Hans-Joachim Ross und sagt: „Voerde ist nicht Gevelsberg.“ Dabei ist das nach der Brandkatastrophe vollständig neu erbaute Wohn-und Geschäftshaus mit der offiziellen Adresse „An der Kirche 4“ modern und schick im alten Kern Voerdes.

Als Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen im Herbst des vergangenen Jahres beim Voerder Heimatabend zurückblickte, nannte er in seiner Rede ausdrücklich den Wiederaufbau. „Er passt ins Dorf.“