Brachflächen statt neue nutzen

Grundsteinlegung im Gewerbegebiet „Im Winkel“: Da habe ich „zwei Seelen ach in meiner Brust“.

Einerseits: Freude auf allen Gesichtern bei der Grundsteinlegung. Im erschlossenen Gewerbegebiet „Im Winkel“ geht es endlich ernsthaft zur Sache. Ein Opel-Autohaus wird erstellt und soll im November 2015 eröffnet werden. Auch der TÜV baut dort eine eigene Prüfstelle.

Soweit so gut für Gevelsberg und auch die Anrainer an der Rosendahler Straße freuen sich, wie Familie Ponten. Andererseits als bewusster Bürger frage ich mich, wie passt

der Umweltschutz dazu? Es stellt sich daher zunächst die Frage nach den daniederliegenden Gewerbestandorten „An der Drehbank“ ,

an der Hagener Straße (ehemals Baumarkt) und am „Sinnerhoop“,

hier u.a. seit Jahren leerstehendes Autohaus. Auch hier muss endlich etwas mit Vorrang geschehen. Nutzung oder Umwidmung z.B. für Wohnbau in Stadtnähe u.a. in Vogelsang.

Denn es kann auch in Gevelsberg nicht angehen, dass wir für Wohnbebauung, Verkehr und Gewerbe immer neue Flächen zur Verfügung stellen. Denn auch hier vor Ort fühlen wir uns dem Umweltgedanken verpflichtet. Dazu haben Brachennutzung bzw. -Renaturierung Vorrang vor Neuansiedlungen. Denn in Deutschland ist der Flächenverbrauch für Siedlungen, Gewerbe und Verkehr von derzeit 100 ha pro Tag bis 2020 auf 30 ha pro Tag zu reduzieren (Ziel der Bundesregierung). Dieses hehre Ziel kann nur erreicht werden, wenn auch Gevelsberg nicht immer wieder ausschert, sondern sich endlich einreiht.

Das gleiche gilt für Schwelm, wo man in Linderhausen bisher land-

wirtschaftlich genutzte Flächen umwidmen will.