Boulevard hat es krachen lassen

Die Modenschau auf der Sparkassenbühne von Lingotage Bohn, Lina on Tour, Marie Amour und Juwelier Haarhaus.
Die Modenschau auf der Sparkassenbühne von Lingotage Bohn, Lina on Tour, Marie Amour und Juwelier Haarhaus.
Foto: WP

Gevelsberg..  Der Boulevard zieht immer. Da lassen sich die Gevelsberger auch nicht von Kälte und Regen abschrecken. Pro-City-Vorsitzende Susanne Schumacher spricht von einem Fest mit Nachwirkungen und eine gelungene Werbung für die Stadt. Citymanager Frank Manfrahs ist begeistert von der Resonanz. Mit so einem großen Erfolg gerechnet, hatte er am nasskalten Samstagnachmittag nicht mehr.

Toni Relja gewinnt den G-Faktor

„Aber die Gevelsberger kommen auch noch um halb neun Abends zum Boulevard“, freut sich Manfrahs. Denn pünktlich zum musikalischen Abendprogramm am Samstagabend mit Kellerwerk, SocietyBe und „Den barmherzigen Plateausohlen“ hörte der Regen auf und die Stadt wurde voll. Höhepunkt war aber für viele Gevelsberger der Auftritt von „John Diva & the Rockets of love“. Die Hardrock-Combo hatte es am Freitag zum Auftakt des Boulevards ordentlich krachen lassen und Hits aus den 80er und 90er Jahren aufleben lassen.

Mit seinen eher zarten Tönen an der Gitarre überzeugte Toni Relja die G-Faktor-Jury am Samstag. Der 18-Jährige gewann den Gesangswettbewerb vor allem auch deshalb, weil er ein selbst komponiertes Stück vortrug, das er mit der Gitarre begleitete. Die beiden Juroren Severin Kühl und Sven Vilhelmsson sowie auch das Publikum waren begeistert. Dennoch sei die Entscheidung knapp ausgefallen. „Wir hatten hier heute nur Granaten“, betonte Severin Kühl.

Aber auch viele andere talentierte Musiker der verschiedenen Genres überzeugten. Italienische Hits, Schlager, Deutschrock oder Soul, Pop oder Hip-Hop – es kam immer Stimmung auf. Das sorgte auch für gute Laune bei den Beteiligten, die stundenlang hinter den Theken und Aktionsstationen ausharrten. „Wenn man weiß, dass immer so viele kommen, dann lohnt sich das frühe Aufstehen und das lange Arbeiten“, sagt Sebastian ­Hedtstück, der wie viele andere Händler vor seinem Laden einen Stand aufbaute.

Auch Stefan Ziegler und sein Team von der Kirmesgruppe Vie ut Asbi’eck waren hellauf begeistert, auch wenn die Arme vom vielen Bierzapfen an der Ecke Neustraße müde waren. „Samstagabend war hier richtig was los.“ Der stärkste Tag war aber wie in den Jahren zuvor der verkaufsoffene Sonntag. Der hat vor allem aus Händlersicht den wetterbedingten eher schleppenden Einkaufssamstag mehr als wettgemacht.

Volle Mittelstraße

Die Mittelstraße war schwarz vor Menschen. „Die können nicht alle aus Gevelsberg kommen,“ sagt Frank Manfrahs. So viele wohnten gar nicht in der Stadt. Und auch die Geschäfte waren rappelvoll. „Jeder Tag war bei diesem Boulevard anders“, betont der Citymanager. Trotz Regens und Kälte sei aber die Stadt voll gewesen. Susanne Schumacher freut sich über „viele zufriedene Gesichter.“