Bewährungsstrafe und Führerscheinsperre für Raser

Foto: Kurt Michelis

Gevelsberg..  Ganz untypisch waren die Taten, die ihm nun am Schwelmer Strafgericht vorgeworfen wurden, für einen 51-jährigen Gevelsberger nicht. 22 Eintragungen im Strafregister sprechen für sich. Wegen zweimaligen Fahrens ohne Fahrerlaubnis musste sich der Selbstständige nun erneut vorm Schwelmer Strafgericht verantworten.

Ziemlich genau vor einem Jahr war er mit überhöhter Geschwindigkeit am Steuer eines „Land Rovers“ in Dortmund angehalten worden. Diese Tat räumte er vollends ein. „Ja, ich fuhr zur Westfalenhalle, um dort meinen Sohn abzuholen.“ Der habe auf der dortigen „Mayday-Party“ einen epileptischen Anfall bekommen. Er habe ihn sofort abholen wollen.

Punkt zwei der Anklage: Der Gevelsberger sei wenige Monate zuvor am Steuer eines Opels geblitzt worden. Das bestritt er: „Das muss der neue Freund meiner Ex-Frau gewesen sein. Wir lebten in Trennung und ich hatte auf dieses Fahrzeug keinerlei Zugriff.“

Ein Sachverständigen-Gutachten bezüglich des „Blitzer-Fotos“ gab es bislang nicht. Das Gericht entschied daraufhin, diesen Vorwurf im Hinblick auf das von ihm eingestandene Vergehen einzustellen.

Auch bezüglich des verbleibenden Vorwurfs ließ das Gericht Milde walten. Trotz einschlägiger Vorstrafen wurde der Unternehmer lediglich zu weiteren vier Monaten auf Bewährung sowie einer zwölfmonatigen Führerschein-Sperrfrist verurteilt.