Besucher erstmals Mangelware beim E-Day

Eine Menge Mühe hatten sich die Veranstalter gegeben.
Eine Menge Mühe hatten sich die Veranstalter gegeben.
Foto: Hans-Jochem Schulte

Ennepetal..  Als Stadträtin Petra Backhoff (Grüne) am Samstag auf dem Milsper Marktplatz den 4. Ennepetaler E-Day mit lieben Worten eröffnete, waren Besucher Mangelware. Und das sollte auch so bleiben. Grüne, politische Prominenz aus Land und Bund war diesmal nicht dabei. Die heimischen Grünen setzten dafür die gemeinsame Bürgermeisterkandidatin von Grünen, CDU, FDP und Freie Freien Wählern ins rechte Licht. Imke Heymann gab denjenigen Hilfestellung, die es wagten, mit einem Segway über den Marktplatz zu kurven. Auch ihrem Ehemann Daniel Heymann, CDU-Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt, gab sie Sicherheit auf wackligem Gefährt. Über das Marktplatz-Pflaster kurvte auch Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen- übrigens gekonnt.

Doch das war nur der Spaßfaktor beim E-Day. Es gab jede Menge Informationen rund um die Energie. Wie man mit modernster Technik Energie sparsam einsetzen kann, war an verschiedenen Ständen zu erfahren. Die AVU war gleich mit einem ganzen Stab vertreten, an der Spitze ihr Chef Uwe Träris. Die AVU ist bei den E-Days auch immer Partner der Veranstalter, des Bündnisses 90/die Grünen.

Der Laie staunt, was heute bereits möglich ist: Strom produzierende Solaranlagen, übrigens projektiert in Ennepetal, Strom produzierende kleine Blockheizkraftwerke (Energie Zentrum EN) und vor allem Technik, die Eigenstrom speichern, um ihn nutzen zu können, wenn man ihn auch braucht. Allein diese Informationen über technische Möglichkeiten macht den E-Day so wichtig, auch wenn nun zum ersten Male der Strom von Besuchern ausblieb.

Zu den ausgestellten Neuigkeiten zählten auch E-Bikes der gehobenen Preisklasse und Autos, die elektrisch angetrieben werden und bei denen die Insassen nicht auf Komfort verzichten müssen. Der Zufall wollte es, dass diese Limousinen neben den Straßen-Industriedenkmälern zur Schau gestellt waren. Welch ein Kontrast. Auch interessant, die gezeigten, kaum Strom verbrauchenden LED’s. Eine lohnende Beleuchtungsart stellte sich vor.

Alles über Förderprogramme

Wer sich in den Bus der EnergieAgentur NRW traute - es waren nicht viele - erfuhr alles über Förderprogramme, erhielt auch Tipps zu den immer währenden Themen wie Schimmel in der Wohnung. Praktische Anleitungen zum Energiesparen gab es.

Politische Positionen der Grünen waren auch zu bekommen. Uralt-Button: „AKW’s, nein Danke“ lagen aus. Und beim Stand des Vereins „Umweltfreundliche Energien“ konnte man sie gleich „wegputzen“, die Atomkraftwerke als kleine Süßigkeiten. Nach dem Genuss konnten Kinder unter Anleitung kleine Windräder bauen und malen. Wer dann doch noch Hunger hatte, der eilte zum Stand der Grünen, die Bio-Würstchen und Bananen im Angebot hatten.