Besuch aus Papua angekündigt

Gevelsberg..  Mit dem jährlichen Partnerschaftsgottesdienst hat sich die Evangelische Kirchengemeinde auf ein ereignisreiches Jahr 2015 eingestimmt.

Nach der Jugendbegegnungsreise 2013 nach West-Papua kommen jetzt im August zehn junge Papuas in den Kirchenkreis Schwelm. Jasmin Beuthel freut sich sehr auf den Gegenbesuch im Sommer. Im Rahmen ihres Studiums der Sozialarbeit an der evangelischen Fachhochschule in Bochum hat sie im vergangenen Jahr für über drei Monate ein Praktikum im Frauenbildungszentrum der Papua Kirche GKI absolviert.

Mit einem Bildervortrag im voll besetzten Kirchencafé konnte Jasmin Beuthel zeigen, wie vielfältig die Bildungsarbeit des Frauenzentrums ist. In mehrwöchigen Kursen lernen junge Papua-Frauen, besonders auch aus den abgelegenen Dörfern, alltagspraktische und geistliche Dinge.

„Eine traditionelle Papua-Hochzeit in einer wunderschönen kleinen Holzkirche direkt am Palmenstrand. Diese Einladung war für mich der persönliche Höhepunkt meines Aufenthaltes“, berichtete Jasmin Beuthel. Yohanis Wamafma, ein junger Papua, der seit dem Sommer in Leipzig Wirtschaftswissenschaften studiert, hat Jasmin Beuthel beim Papua-Netzwerk Seminar kennengelernt. Auch er berichtete über seine Heimat und seine ersten Eindrücke in Deutschland. Im Gottesdienst wurden Jasmin Erlemeyer, die neue Leiterin der Diakoniestation, und Kai Bäcker, als stellvertretender Leiter, mit einem Segen von Pastor Helmut Kirsch in ihren neuen Dienst eingeführt. Mario Wolf, der 21 Jahre die Diakoniestation geleitet hat, wurde ebenfalls mit einem Segen verabschiedet.

Alphabetisierungsprogramm

In seiner Predigt spannte Helmut Kirsch den weiten Bogen von der Nächstenliebe vor Ort, zum Beispiel mit dem ehrenamtlichen Besuchskreis, hin zur „Fernstenliebe“ mit den Menschen in West-Papua.

Presbyter Dieter Bieler-Giesen, in der Stiftung „Ausbildung in Papua“ zuständig für die Finanzen, berichtet von der erfolgreichen Arbeit des Alphabetisierungs- und Hilfslehrerprogramms und warb für Spenden und Zustiftungen.