Beste Unterhaltung für die ganze Familie

Schneewittchen (Tanja Müller, rechts) und die sieben Zwerge (Ulrike Matt, Peter Gras, Yasmin Wenderoth, Werner Bültmann, Britta Pattberg, Lisa Bültmann und Anne Bültmann).
Schneewittchen (Tanja Müller, rechts) und die sieben Zwerge (Ulrike Matt, Peter Gras, Yasmin Wenderoth, Werner Bültmann, Britta Pattberg, Lisa Bültmann und Anne Bültmann).
Foto: WP

Ennepetal..  Das musikalische Märchen„Schneewittchen und die sieben Zwerge – das HITreißende Musical“ nach dem Grimmschen Märchen, bearbeitet von Christian Berg und Katja Tiltmann und präsentiert vom CVJM-Theaterkreis Voerde, feierte am Samstag im Gemeindezentrum an der Johanneskirche Premiere. Vor ausverkauftem Haus begeisterten die Akteure das Publikum. Am Ende, als der Prinz Schneewittchen mit aufs Schloss nimmt und die beiden als Paar durch ein Rosenspalier schritten, warfen die Zuschauer Hunderte rote und weiße Blüten und spendeten tosenden Beifall. Schon während des Geschehens hatte es immer wieder Szenenapplaus gegeben.

Schwatzender Apfel, singender Wurm

Mit dem Lied „Theater, Theater“ stellten sich die Schauspieler zunächst vor. Wenn das die Brüder Grimm geahnt hätten: Schneewittchen als Musical mit einem sprechenden, 1,80 Meter großen, leuchtend-roten Apfel, der pfiffig guckt und meint, dass immer die Äpfel schuld an allem seien, ein singender Wurm, der moniert, dass „jetzt die Äpfel auch noch anfangen zu schwatzen“, sieben Zwergen, die sich, wunderbar gegensätzlich, teilweise mit modernen Medien auskennen und einem Spiegel, der der bösen Stiefmutter mal so richtig die Meinung geigt.

Nur wenige Minuten dauerte es, bis Schneewittchen alias Tanja Müller, das aus Angst vor der Stiefmutter in den Wald fliehen muss und dort von den Zwergen aufgenommen wird, die Herzen der kleinen und großen Zuschauer erobert hatte. Immer, wenn die böse Stiefmutter versucht, Schneewittchen zu überlisten, um es zu töten, wurden die Zuschauer gebeten, Schneewittchen zu warnen und zu rufen: Klingelingeling.

Die Besucher erlebten neben dem schönen Schneewittchen – mit Haut so weiß wie Schnee, Lippen so rot wie Blut und Haaren so schwarz wie Ebenholz – auch Rudi, den Oberzwerg, oder Hubert, das Arbeitstier, und natürlich den tapferen und mutigen Prinz sowie die grundböse Stiefmutter.

Da die sieben Zwerge eine wichtige Rolle spielen, durften sich Kinder im Publikum zu Beginn eine selbst genähte Zipfelmütze aufsetzen. Da hatte sich u.a. Marcel Wenderoth, der für die Technik zuständig war, in den Näh-Stunden sehr geschickt angestellt, nachdem Schwester Yasmin Hilfestellung gegeben hatte.

Schlager zum Teil umgetextet

Weiter zum Musical: Oh Schreck! Der Hauptdarsteller des Schneewittchen-Musicals ist erkrankt und kann nicht auftreten. Da eilt ein tapferer Zuschauer dem Ensemble zu Hilfe und führt das Publikum in der Rolle des Jägers durch das bezaubernde Märchen. Und schon beginnt die Geschichte von Schneewittchen hinter den sieben Bergen, bei den sieben Zwergen, der bösen Stiefmutter, dem Spiegel und vielen anderen fantastischen Gestalten.

Mit viel Spaß und zahlreichen bekannten Schlagern wie „Beiß nicht gleich in jeden Apfel“, „Schön ist es, auf der Welt zu sein“, „Über sieben Brücken musst du geh#n“ und „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ wurde das Publikum in eine wunderschöne Märchenwelt entführt, in der viel gelacht wurde. Die Kinder waren begeistert, dass das Lied der Schlümpfe zum „Lied der Zwerge“ gemacht wurde als die glorreichen Sieben singend über die Berge marschierten. Als dem Prinzen, der kundtat, die Richtige noch nicht gefunden zu haben, geraten wurde, über die sieben Berge zu gehen, wo die Schönste im ganzen Land zu finden sei, meinte dieser: „Zu Fuß?“ Rumpelröschen verständnislos: „Das ist die Jugend von heute, viel zu wenig Bewegung!“

So böse die Stiefmutter auch ist: Stimmlich und schauspielerisch sehr überzeugend präsentierte sich Linda Schulte, die fetzig und mitreißend nach der Melodie „Moskau“ „Spieglein, Spieglein an der Wand“ sang. Die männliche Fee „Rumpelröschen“ brachte in ihrem rosa Outfit nicht nur die Kinder sondern auch die Erwachsenen, zu denen Bürgermeisterin Imke Heymann und deren Erste Stellvertreterin Anita Schöneberg gehörten, kräftig zum Lachen. Zudem wurde eine wunderschöne Kulisse geschaffen.

Das war beste Unterhaltung für die ganze Familie – natürlich mit Happy-End-Garantie.

INFO:

Sie alle trugen zu der gelungenen Aufführung ihren Teil bei:

Darsteller: Thomas Matt (Tankred Rampensau-Klug, Dramaturg), Klaus Dieter Wenderoth (Erzähler/Jäger/Fee Rumpelröschen), Ulrike Matt (Schneewittchens Mutter/Zwergin Petra/Raupe), Linda Schulte (böse Stiefmutter), Sabine Schüler-Bültmann (Spiegel/Apfel), Tanja Müller (Schneewittchen), Peter Gras (Oberzwerg Rudi), Yasmin Wenderoth (Zwerg Walter), Werner, Lisa und Anne Bültmann (Zwerge Hans-Peter, Hubert und Fridolin), Britta Pattberg (Zwerg Heinz), Timo Schöneberg (Prinz).

Produktionsteam: Ute Oberlies, Anjuta Wenderoth (Regie), Annegret Hubig (Produktionsleitung), Christian Hubig (Ausstattung), Claudia Plastwich (Textbetreuung), Maximilian Weigel, Marcel Wenderoth (Technik), Christian Hubig, Tanja Müller (Bühnenbild/Puppenbau), Ingrid Dohnke, Edelgard Frost, Annegret Hubig (Kostüme), Ulrike Matt, Sabine Schüler-Bültmann (Requisite), Uta Brohl, Margot Rampfel, Yasmin Wenderoth, Gabi Wiemann (Strickarbeiten), Ernst Günter Hubig, Klaus Dieter Wenderoth (Leitung Bühnenbildbau), Anne, Lisa und Werner Bültmann, Peter Gras, Ewald Kapanski, Klaus und Marita Martini, Thomas Matt, Martin Oberlies, Britta Pattberg, Claudia Plastwich, Thomas Roien, Timo Schöneberg, Linda Schulte (alle Bühnenbildbau).