Berlet-Bauarbeiten sollen im Mai beginnen

Vor der künftigen Baustelle: Architekt Wolfgang Schäfer, Projektleiterin Helma Burkat, Investor Erich Berlet und Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen (von links) stellten den Stand der Planungen vor.
Vor der künftigen Baustelle: Architekt Wolfgang Schäfer, Projektleiterin Helma Burkat, Investor Erich Berlet und Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen (von links) stellten den Stand der Planungen vor.
Foto: WP

Ennepetal..  Im Mai sollen die Bauarbeiten für den Berlet-Elektrofachmarkt auf dem bisherigen Parkplatz des Hauses Ennepetal beginnen. Das teilten Investor Erich Berlet, sowie Architekt Wolfgang Schäfer und Projektleiterin Helma Burkat gestern mit. „Die Eröffnung soll spätestens im November stattfinden“, so Erich Berlet, „momentan gehen wir von Oktober aus.“

Der Bau des von der Stadt errichteten Parkhauses an der Südstraße neigt sich dem Ende entgegen. Mitte April – und damit etwa zwei Wochen später als eigentlich vorgesehen – soll der zweigeschossige Bau für die Fahrzeuge frei gegeben werden. Erst wenn dort geparkt werden kann, kann am Haus Ennepetal mit dem Berlet-Bau begonnen werden.

Gestern Bäume gefällt

Gestern wurden bereits mehrere Bäume am Rande des Haus-Ennepetal-Parkplatzes gefällt. Wenn es im Mai richtig los geht, „wird zunächst die Oberfläche entfernt“, erklärt Wolfgang Schäfer, sprich: Pflaster und Unterbau werden beseitigt. Anschließend werden die Fundamente gelegt, bevor das Gebäude in einer Stahlbetonfertigteilkonstruktion entsteht. 1998 Quadratmeter Verkaufsfläche wird der Berlet-Markt auf einer Etage bieten.

Projektleiterin Helam Burkat erklärte, dass man bei der Ausschreibung bereits die Vorerfahrungen beim Parkhausbau berücksichtigt habe. Dort hatte sich nach einer ersten Ausschreibung herausgestellt, das erheblich umfangreichere Gründungsmaßnahmen vorgenommen werden mussten. Dadurch seien die zunächst geplanten Baukosten von 1,4 Mio. Euro plus 100 000 Euro Planungskosten (erste Schätzungen waren zuvor von 1,1 Mio. Euro ausgegangen) auf nunmehr insgesamt 1,9 Mio. Euro gestiegen, erklärte Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen gestern. Derzeit liege man um 3,7 Prozent – etwa 70 000 Euro – über diesem Plan. Die Kostensteigerungen seien zum Teil auch auf den Wunsch der Politik zurückzuführen, dass das Parkhaus so ausgelegt sei, dass es bei Bedarf um ein weiteres Geschoss augestockt werden könnte.

Investor betont Chance für die Stadt

„Für die Stadt war das wirtschaftlich doch eine gute Sache“, meinte Erich Berlet. Man habe das Grundstück verkauft und das Postgebäude sei auf Kosten des Investors abgerisen worden. Nicht zuletzt zahle Berlet einen erheblichen sechststelligen Pachtbetrag für das Erdgeschoss des Parkhauses. 86 Stellplätze stehen dort für Kunden zur Verfügung. Das obere Deck wird 76 öffentliche Stellplätze bieten, die die am Haus Ennepetal wegfallenden Plätze weitestgehend ersetzen.

Den Zeitverzug beim Parkhausbau begründet Christiane Rüsing-Werth von den Stadtbetrieben Ennepetal auch damit, dass eine zweite Ausschreibung vorgenommen werden musste. Außerdem sorge das Wetter dafür, dass sich die Fertigstellung etwas verzögert“, ergänzte Architekt Wolfgang Schäfer.

„Wir haben viele Kunden aus Ennepetal in unserem Stammmarkt in Hohenlimburg gehabt“, erklärte Erich Berlet gestern. „Das war der Grund, warum wir gesagt haben, dass wir hierhin, zu unseren Kunden, gehen wollen.“ Berlet betonte die Chance, die sich Ennepetal mit der Ansiedlung biete. Im Unterschied zu Lebensmittelmärkten, die nur Kunden aus dem Nahbereich anzögen, würde sein Markt auch Menschen aus dem weiteren Umkreis anlocken.

INFO:

Etwa 3,5 Mio. Euro investiert Berlet in den neuen Markt in Ennepetal. Das sei vergleichsweise viel, erklärt Erich Berlet. Aufgrund der innerstädtischen Lage müsse man mehr aufwenden als bei einem Bau auf der grünen Wiese. Neben dem Erwerb des Grundstücks wurde der Abriss des früheren Post-Gebäudes ebenso vom Investor übernommen, wie die notwendige Anlage einer Abbiegespur.

Der Ennepetaler Markt wird der elfte Berlet-Elektrofachmarkt sein.

Zu den bisher 430 Mitarbeitern des Unternehmens werden in der Klutertstadt etwa 30 neue hinzu kommen.