Beim Ostpreußen-Treffen kennen und lieben gelernt

In Ennepetal haben sie eine Heimat gefunden, Waltraud und Walter Schurna, die beide aus Ostpreußen stammen, feiern heute Goldene Hochzeit.
In Ennepetal haben sie eine Heimat gefunden, Waltraud und Walter Schurna, die beide aus Ostpreußen stammen, feiern heute Goldene Hochzeit.
Foto: WP

Ennepetal..  In Wanne-Eickel lernten sie sich bei einem Ostpreußen-Treffen kennen. Walter Schurna schwärmt: „Ich habe mich sofort in sie verliebt. Sie hatte eine so schöne, vollschlanke Figur.“ Waltraud Schurna guckt verblüfft und korrigiert den Ehemann: „Vollschlank? Ich war schlank, trug Größe 40!“ Die Ehefrau gesteht, dass sie viele Freunde hatte. „Aber er war der Beste mit seinen schwarzen welligen Haaren.“ Heute feiern Waltraud geborene Markowsky und Walter Schurna, die seit 40 Jahren an der Schulstraße wohnen, Goldhochzeit.

Beide stammen aus Ostpreußen. Er wurde im Kreis Johannisburg auf einem großen Landsitz geboren, sie auf einem kleinen Bauernhof bei Ortelsburg. Die Eltern von Walter Schurna (85) betrieben eine Landwirtschaft mit Pferden und Kühen, bauten Gemüse und Obst an. Er habe schöne Kindheitserinnerungen, sei eigentlich nur im Garten herumgestrolcht, um Obst zu futtern. Waltraud Schurna (78) erinnert sich, dass die Eltern selbst geschlachtet haben, und das habe alles unvergleichbar gut geschmeckt.

Geheiratet hat das Paar in Bochum, wo Waltraud Schurna in einem Warenhaus tätig war. Man zog dann der Verwandtschaft wegen nach Ennepetal. Hier arbeitete Walter Schurna 28 Jahre im Heson-Werk als Schweißer.

Das Goldpaar hat drei Kinder, Jürgen, Uwe und Reinhard, sieben Enkel (Nadine, Matthias, Nicole, Leon, Julian, Emily und Timo) sowie ein Urenkelkind, Lilia.

Beide gehören zur Landmannschaft Ostpreußen, dessen Vorsitzender Schwager Gerd Sadlowski ist, besuchen aber auch gern Feste der Landsmannschaft Schlesien. Jeden Tag fährt Walter Schurna mit dem Fahrrad von Milspe durchs Heilenbecker Tal. „30 bis 40 Kilometer pro Tag müssen es schon sein, um sich fit zu halten“, sagt der Goldbräutigam, der auch den kleinen Vorgarten am Gebau-Haus pflegt. Seien Frau strickte und häkelte gern.

Gefeiert wird im großen Familienkreis am Samstag im Restaurant „Zorbas“. Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen wird heute persönlich gratulieren.