Bei der Feuerwehr „brennt’s“
30.01.2012 | 18:29 Uhr 2012-01-30T18:29:00+0100
Ennepetal.Fünfzig sollten es sein, doch nur 36 Frauen und Männer bilden den Löschzug 1 (Milspe-Altenvoerde) der Freiwilligen Feuerwehr. In der Jahresdienstbesprechung des Löschzuges in den eigenen Räumen in der Wehrstraße rief der stellvertretende Stadtbrandmeister Volker Engelking im Beisein seines Amtskollegen Timo Schemmann den Löschzug auf, eine verstärkte Mitgliederwerbung zu unternehmen. Engelking warnte: Sinke weiterhin die Zahl der Aktiven, würde der Löschzug seinen Status verlieren und zur Löschgruppe werden. Das habe große Auswirkungen für die Stadt. Dann müsste folglich das Brandschutzkonzept geändert werden.
Der Chef des Löschzugs 1, Michael Berger, berichtete von den vielen Aktivitäten, auch um Nachwuchs zu bekommen. Da waren der „Tag der offenen Tür“ und auch die Party „fire & fun“. Neue Leute hätten sie aber nicht gebracht. Der Löschzug setze auf die Jugendfeuerwehr. Die meisten Betreuer für die Jugendfeuerwehr stelle auch Milspe-Altenvoerde. Michael Berger hofft auch, durch die Arbeit der neuen Ehrenamtsbeauftragten der Stadt, Sabine Hofmann, Verstärkung für den Löschzug zu bekommen.
Neben den stellvertretenden Stadtbrandmeistern Volker Engelking und Timo Schemmann nahmen an der Versammlung auch Ehren-Stadtbrandmeister Ehrenfried Rentrop und der ehemalige Vize-Chef Hans Heimhardt sowie der Sprecher der Ehrenabteilung des Löschzugs, Willi Stubner, mit einer großen Anzahl von Ehren-Abteilungsmitgliedern teil.
Sie alle hörten einen zufriedenstellenden Kassenbericht, vorgetragen von Hendrik Ritschen. Zum neuen Kassenprüfer wurde Alexander Falke gewählt.
Christopher Vastag berichtete in Wort und Bild von den Einsätzen des Löschzuges. Danach wurde er im Jahre 2011 82 mal alarmiert. Zum Vergleich: Im Jahr 2010 war es 76 mal. Bei 27 Bränden, dazu zählt ein Großbrand, wurden die Frauen und Männer des Löschzuges 1 eingesetzt.
Vastag errechnete auch das Durchschnittsalter der Löschzug-Mitglieder: 31 Jahre. So sprach auch Michael Berger von einem „jungen, motivierten Löschzug“. Volker Engelking würdigte dazu auch den hohen Leistungsstand der Milsper-Altenvoerder. Zur durchschnittlichen Dienstbeteiligung von 57 Prozent sagte Engelking: „Das lässt sich noch verbessern.“
Präsente übergab Löschzugchef Berger wegen sehr guter Dienstbeteiligung an Fabian Stallknecht (90 %) und an Alexander Falke sowie Andre Gerlich (beide 87 %).
Verabschiedet in die Ehrenabteilung wurde unter Beifall Karl-Heinz Herzberg. Fast 40 Jahre war er im Löschzug aktiv, zählte viele Jahre zur Hausbesatzung und hatte zahlreiche Aufgaben inne. So wurde Herzberg schon mit dem silbernen und dem goldenen Ehrenzeichen der Feuerwehr ausgezeichnet. Er ist auch Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, ausgezeichnet für seine Arbeit im Kampfmittelräumdienst. Der Löschzug schenkte ihm jetzt Bauteile für seine Modelleisenbahn. Die ist das große Hobby von Karl-Heinz Herzberg.
Der Löschzug, der bedingt durch den Neubau für die hauptamtlichen Wehrleute, im vergangenen Jahr die eigenen umgebauten Räume im Komplex Hauptwache beziehen konnte, fühlt sich dort wohl, mahnt aber noch die ausstehenden Restarbeiten an. „Da tut sich einfach nichts“, sagte Michael Berger und fand für seine Kritik große Unterstützung.
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