Bauverein investiert 3,7 Millionen Euro

Frank Ryll, hauptamtliches Vorstandsmitglied des Bauvereins Gevelsberg, präsentiert die Pläne für die Neubauten an der Haufer Straße
Frank Ryll, hauptamtliches Vorstandsmitglied des Bauvereins Gevelsberg, präsentiert die Pläne für die Neubauten an der Haufer Straße
Foto: WP

Gevelsberg..  Der Gevelsberger Bauverein startet in diesem Frühjahr mit dem Bau von zwei Wohnhäusern in der Haufer Straße. Das Investitionsvolumen – der Wert des Grundstücks inbegriffen – für die 16 Wohnungen beträgt 3,7 Millionen Euro, so Frank Ryll, hauptamtliches Vorstandsmitglied.

Im Sommer 2016 sollen die ersten Bauvereins-Mitglieder einziehen können. „Das wären dann genau zehn Jahre nach der Fertigstellung unseres letzten Neubaus Heideschulstraße 7“, rechnet Ryll vor, der bereits auf der Mitgliederversammlung im vergangenen Jahr die Wiederaufnahme der Neubautätigkeit des Vereins angekündigt hatte.

Veränderte Ansprüche

An der Haufer Straße wird auch greifbar, wie sich die Ansprüche der Mitglieder an einen Bauverein geändert haben. Im Jahre 2006 wurden dort 18 Häuser mit 55 Wohnungen der sogenannten Krefft-Siedlung abgerissen. „Diese Gebäude wurden ab Oktober 1950 errichtet. Damals ging es darum, so schnell wie möglich Wohnraum zu schaffen. Alles an Material, was greifbar war, wurde verbaut“, erklärt Ryll. Die Wohnungen seien klein gewesen, hätten eine Raumhöhe von nur 2,30 Metern gehabt. Sie waren einfach nicht mehr zu vermieten. Ein Umbau hätte wirtschaftlich keinen Sinn gemacht.

Ein ganz anders Bild zeigen die Pläne des Architektenbüros Kemper & Steiner aus Bochum für den Neubau. Auf dem Grundstück von 3100 Quadratmetern werden insgesamt 1240 Quadratmeter Wohnfläche entstehen. „Da gibt es sicherlich ungünstigere Verhältnisse“, sagt Ryll. Zwischen den beiden Gebäuden liegt ein Abstand von 21 Metern. Die Häuser sind natürlich barrierefrei. Fast, zumindest: „Natürlich gibt es einen Rahmen an den Türen zu den Balkonen und Terrassen, damit kein Regenwasser eindringen kann“, ist Ryll genau.

Zu jeder der 16 Wohnungen gehört nicht nur ein Stellplatz in der Tiefgarage, von dem aus es mit dem Aufzug in die Wohnung geht, sondern auch ein eigener Kellerraum. Selbst individuelle Gärten, mit einer Fläche teils weit über hundert Quadratmetern, sind zu haben.

Der Bauverein hat selbst an Details gedacht. „Jeder Mieter hat seine eigene Wäscheleine. Er kann waschen, wann er will, 365 Tage im Jahr“, versichert Ryll, der diesen Luxus früher als Besitzer einer Eigentumswohnung schätzen gelernt hat. Es gibt großzügige Terrassen und Balkone. Einige der Wohnungen im Erdgeschoss haben sogar zwei Terrassen: Eine nach Osten, die andere nach Westen. Schließlich ist der Sonnenschein in unseren Breiten so wertvoll, dass man keinen Augenblick verpassen sollte.

Die neuen Wohnungen werden unterschiedliche Größen haben. Im Angebot sind sechs Zweieinhalb- Zimmer-Wohnungen mit einer Fläche von 65 bis 71 Quadratmetern. Die nächste Größe liegt bei dreieinhalb Zimmern und 76 Quadratmetern. „Da kommt dann ein kleines Multifunktionszimmer hinzu, das sich als Gäste-, Arbeits- oder Enkelspielzimmer anbietet“, sagt Ryll. Sechs weitere Dreieinhalb-Zimmer-Wohnungen sind zwischen 85 und 90 Quadratmetern groß und eignen sich besonders für junge Familien. Apropos junge Familien: Für die Kinder in den beiden Häusern steht ein eigener Spielplatz zur Verfügung.

Weil Platz genug zur Verfügung stehe, werden acht Besucher-Parkplätze eingerichtet. Es gibt Fußbodenheizungen, die von Wärmepumpen mit Brennwertkesseln versorgt werden. Die späteren Mieter können wählen, ob sie eine geschlossene oder ein offene Küche in ihrer Wohnung haben möchten.

Warmmiete unter zehn Euro

„Der Unterschied von einer unserer neuen Wohnungen zu einer Eigentumswohnung ist nicht mehr groß“, versichert Frank Ryll und freut sich, eine Grenze nicht überschritten zu haben, die sich der Gevelsberger Bauverein bei dem Projekt an der Haufer Straße gesetzt hat: „Wir werden bei der Warmmiete unterhalb von zehn Euro bleiben.“