Bauernmarkt mit besonderen Erlebnissen

Am Samstag und Sonntag, 30. und 31. Mai 2015, fand in Rüggeberg der 14. Bauern - und Erlebnismarkt des Fördervereins Evangelische Kirchengemeinde Rüggeberg statt, verbunden mit der 700 - Jahr - Feier der ersten urkundlichen Erwähnung des Dorfes. Unter anderem zeigten Mitglieder des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Ennepetal alte Trecker, Maschinen und Trachten. Foto: Hartmut Breyer
Am Samstag und Sonntag, 30. und 31. Mai 2015, fand in Rüggeberg der 14. Bauern - und Erlebnismarkt des Fördervereins Evangelische Kirchengemeinde Rüggeberg statt, verbunden mit der 700 - Jahr - Feier der ersten urkundlichen Erwähnung des Dorfes. Unter anderem zeigten Mitglieder des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Ennepetal alte Trecker, Maschinen und Trachten. Foto: Hartmut Breyer
Foto: WP

Ennepetal..  Rüggeberg ist zwar schon 700 Jahre alt, aber ganz schön lebendig. Das wurde am Wochenende beim Bauern- und Erlebnismarkt besonders deutlich. Auf dem Kirchhof, im Gemeindezentrum im Sturmweg und auf der Wiese neben der Kirche wartete ein reichhaltiges Angebot auf die Besucher.

Die erschienen am gestrigen Sonntag sehr zahlreich und entschädigten die vielen Aktiven für einen Samstag zum Vergessen. „Der Regen kam am Samstag zur falschen Zeit. Als der Markt begann, fing es an zu regnen und als er zu Ende war, schien die Sonne“ meinte Jens Knüppel, Vorsitzender des Fördervereins Evangelische Kirchengemeinde Rüggeberg, der den Markt zum 14. Mal veranstaltete.

Doch gestern strahlte die Sonne und machte den Bauernmarkt, der in diesem Jahr im Rahmen der 700-Jahr-Feier Rüggebergs stattfand, zum Erlebnis. Nicht zuletzt kamen auch viele Besucher von „Ennepetal auf Rollen und Rädern“ aus dem Tal hinauf. Der Shuttlebus und der Rädertransporter waren gut ausgelastet. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Besuch und die Aussteller auch“, sagte Jens Knüppel.

Das Angebot war noch etwas erweitert worden, mittlerweile spricht sich der Erfolg des Marktes herum, so dass der Aussteller mit der weitesten Anreise aus Bad Sassendorf kam. Kunsthandwerk und viele selbsthergestellte Naturprodukte wie Honig, Marmeladen, Seifen und anderes mehr lockte die Besucher. An den Essenständen bildeten sich zeitweise lange Schlangen und das Kirchcafé im Gemeindezentrum war gestern deutlich vor Markt­ende ausverkauft. Dabei hatten die vielen Helferinnen wieder unzählige Kuchen und Torten gebacken.

Ein Höhepunkt des Bauern- und Erlebnismarktes war die Schau mit Landmaschinen aus vergangenen Zeiten. Mitglieder des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Ennepetal tuckerten gestern mit zum Teil mehr als 60 Jahre alten Traktoren und landwirtschaftlichem Gerät durch den Ort. Einige hatten sich auch in historische Trachten gewandet. Auf dem Marktplatz bewunderten die staunenden Besucher den Zug und lauschten den Informationen.

Für die Kinder gab es mit der selbst bei Regen noch genutzten Strohburg zum Klettern und Rutschen, Probefahrten im Traktor, Ponyreiten und Streichelzoo reichlich Beschäftigung. Auch die Rollende Waldschule des Hegerings war vor Ort, ebenso der Nabu EN.

Zum Hufeisenwerfen, das Landwirt Dieter Morhenne anbot, trafen sich am nasskalten Samstagnachmittag die Vorsitzenden der Rüggeberger Vereine beziehungsweise deren Vertreter. Als Sieger des „Promi-Wettbewerbs“ ging schließlich Geflügelzüchter Horst Gräfe hervor.

Im Festgottesdienst gestern Morgen befasste sich Pfarrer André Graf mit den Worten Jesu aus der Bergpredigt „Ihr seid das Salz der Erde. Ihr seid das Licht der Welt“ (Matthäus 5, 13-16). Er fragte, inwieweit man als Kirchengemeinde das Salz der Erde und das Licht der Welt sein könne, welche Verantwortung man übernehmen wolle. Musikalisch gestaltete der Kirchenchor unter Leitung von Thomas Wolff den Gottesdienst.

Gestern Abend ging der Markt und mit ihm die Feier des 700-jährigen Jubiläums in Rüggeberg zu Ende. Bis zum nächsten Jubiläum, dass das Höhendorf feiern kann, dauert es noch etwas. Der nächste Bauern- und Erlebnismarkt steht in einem Jahr wieder auf dem Programm der aktiven Dorfgemeinschaft.