Bagger macht Sparkasse und Schlecker dem Erdboden gleich

Gevelsberg..  Der Abrissbagger geht seit einigen Tagen beharrlich seiner Arbeit nach. Ein großer Teil des Gebäudes hat der Greifarm bereits abgetragen. Bald wird nichts mehr von etwa 40 Jahre alten Gebäude zu sehen sein, in dem sich früher einmal eine Schlecker-Filiale und direkt nebenan bis Oktober vergangenen Jahres die Selbstbedienungs-Filiale der Stadtsparkasse befanden. Die Gerüchteküche brodelt, was dort einmal entstehen soll, doch diese Entscheidungen sind bisher nicht gefällt worden.

Große Schäden am Gebäude

Thomas Biermann, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Gevelsberg, der Gebäude und Grundstück gehören, sagt auf Nachfrage dieser Zeitung: „Aktuell gibt es noch keine Pläne für eine Folgenutzung. Darüber wird der Verwaltungsrat zu gegebener Zeit befinden.“ Auf einen Zeitpunkt, bis wann das passiert sein wird, möchte er sich derzeit nicht festlegen. Man habe sich zunächst dazu entschlossen, den Bestand abzureißen, damit erst einmal der Altbestand von dem Grundstück verschwindet.

Das Gebäude ist mehr als 40 Jahre alt. Im Innern und um die Immobilie herum habe es derart große Schäden gegeben, dass eine Sanierung des Gesamtkomplexes wirtschaftlich nicht vertretbar sei. Der ehemalige Super- und Drogeriemarkt stand ohnehin seit Jahren leer. „Es war auch aussichtslos, weiter nach einem Mieter für das Ladenlokal zu suchen“, sagt Thomas Biermann, dem jedoch stets – wie dem gesamten Vorstand und Verwaltungsrat des heimischen Kreditinstituts – wichtig sei, die Grundversorgung mit Bankdienstleistungen der Sparkasse im Ortsteil Berge für die Menschen, die dort wohnen, weiter aufrecht zu erhalten. „Daher sind wir ja bereits lange vor den Abrissarbeiten im vergangenen Oktober mit unserer SB-Filiale umgezogen“, sagt Biermann. Seit einigen Jahren bereits hatte die Sparkasse in Berge auf eine reine Automatenversorgung umgestellt.

Geschäftsmeile deutlich belebt

Von der Burbecker Straße 2 ging es in die Berger Ladenzeile an der Berchemallee 122. Der Umzug vermochte auch die zweite große Hoffnung, die die Verantwortlichen in den Ortswechsel legten, zu erfüllen: Die Berger Geschäftsmeile hat dadurch eine deutliche Belebung erfahren. Die Selbstbedienungsfiliale ist immer zwischen 5 Uhr morgens und 23 Uhr in der Nacht geöffnet und musste bereits einen Monat nach Inbetriebnahme vorübergehend wieder geschlossen werden, weil dort Unbekannte dort alles verwüstet hatten.

Nun heißt es für die Berger: Gespanntes Warten, was in ihrem Ortsteil in den nächsten Jahren auf diesem zentralen Grundstück entsteht.