Aus dem Salon Siebert wird der Salon Haarmonie

Freuen sich auf die Zukunft: Im Vordergrund Claudia Pfeiler und dahinter Iris Oberbossel (links) neben Margret Siebert.
Freuen sich auf die Zukunft: Im Vordergrund Claudia Pfeiler und dahinter Iris Oberbossel (links) neben Margret Siebert.
Foto: WP

Gevelsberg..  „Nein, das mach’ ich nicht!“ Als Iris Oberbossel von ihrer ehemaligen Arbeitskollegin Margret Siebert gefragt wurde, ob sie es sich vorstellen könne, den kleinen Friseursalon in der Mittelstraße 61 zu übernehmen, schoss die Antwort nahezu aus ihr heraus. „Doch der Stachel war gesetzt“, gibt Iris Oberbossel heute zu. Und deswegen wird jetzt aus dem „Salon Siebert“ der „Salon Haarmonie“.

Bei Preußner gelernt

Der Gedanke, einen eigenen Salon zu haben, war für die 46-Jährige zu verlockend, als dass sie weiterhin nur als Angestellte arbeiten wollte. Oberbossel selbst lernte im bekannten ehemaligen „Salon Preußner“ am Nirgena, wo sie schon als kleines Mädchen mit Mama Renate Bösebeck zum Haareschneiden hinging. „Eigentlich wollte ich Arzthelferin werden“, erinnert sich Iris Oberbossel, „aber meine Mutter hat mir damals geraten, mal ein Praktikum im Salon von Preußners zu machen. Danach war es um mich geschehen.“ Besonders ihre spätere Kollegin, die Friseurmeisterin Margret Siebert, blieb der damals noch kleinen Iris im Gedächtnis. „Wenn meine Mutter Einwirkzeit hatte, nahm mich Frau Siebert an die Hand und kaufte mir gegenüber am Kiosk Süßigkeiten.“

Dass das so war, weiß die nun ehemalige Chefin Margret Siebert nicht mehr genau. „Das kann schon sein“, sagt sie lächelnd, „ich habe das gerne mal für liebe Kinder gemacht.“ Die 66-Jährige freut sich, dass sie in Iris Oberbossel eine motivierte Nachfolgerin für den 2003 eröffneten Salon in bester City-Lage gefunden hat. „Die Iris macht das schon, da bin ich mir sicher“, meint Margret Siebert. Nach 51 Jahren als Friseurin freut sie sich aber auf den Ruhestand. Ihren treuen Kunden wolle sie aber erst einmal eh noch an drei Tagen die Woche erhalten bleiben.

Meister in abgespeckter Version

Die „Neue“ geht derweil mit Vorfreude, aber auch mit viel Respekt an die Ladenübernahme. Ihren „Meister“ hat sie im Sommer vergangenen Jahres „eben schnell in abgespeckter Version nachgeholt“. Ausbilden darf Iris Oberbossel zwar nicht. Doch genügend Unterstützung bekommt sie neben Margret Siebert auch von Claudia Pfeiler, die früher ebenfalls bei „Preußner“ arbeitete und damit keine Unbekannte ist. Vor allem ihre Kinder Tim (10) und Jan (8) platzen beinahe vor Stolz auf die Mama.

Für viele Gevelsberger dürfte Iris Oberbossel übrigens kein unbekanntes Gesicht sein. Nach ihrer Zeit bei „Preußner“ arbeitete sie im „Salon Hamm“. Zur Geschäftsübernahme findet heute, am 3. Januar, von 9.30 Uhr bis 14 Uhr ein „Tag der offenen Tür“ im Salon statt.

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