Auftaktbesuch der AWo-Altenpflegeschule in Helios-Klinik

Schwelm..  Einen Einblick in die Arbeit der Geriatrischen Klinik erhielten die zwölf Teilnehmer des Ausbildungskurses der AWo-Altenpflegeschule Gevelsberg im Helios Klinikum Schwelm. „Die Theorie ist das eine, aber die Praxis im Alltag noch mal etwas ganz anderes“, sagte Dozentin Birgit Linden und freute sich über die die ausführlichen Informationen durch Professor Dr. Hans Jürgen Heppner, Chefarzt der Geriatrischen Klinik und Tagesklinik und Inhaber des Lehrstuhls für Geriatrie an der Universität Witten/Herdecke.

Alltagskompetenz wiederherstellen

„Patienten im höheren Lebensalter, die akut erkranken, verschlechtern sich häufig auch in ihrer Mobilität und ihrer Fähigkeit, die Dinge des Alltags zu bewältigen. Zudem bestehen oft mehrere chronische Erkrankungen gleichzeitig – verbunden mit der Einnahme mehrerer Medikamente. Nicht selten sind auch vorübergehende oder dauerhafte Gedächtnisprobleme vorhanden“, erklärte Professor Dr. Hans Jürgen Heppner den Auszubildenden.

Die Alltagskompetenz und die Mobilität dieser Patientengruppe während der Akuterkrankung wiederherzustellen, ist das Ziel der Behandlung der in der geriatrischen Abteilung im Helios-Klinikum Schwelm. Hierzu steht ein Team aus Ärzten, Pflegepersonal, Krankengymnasten, Ergotherapeuten und Logopäden sowie Mitarbeitern des Sozialdienstes zur Verfügung.

Wie diese interdisziplinäre Zusammenarbeit täglich funktioniert, wurde den Teilnehmern der AWo-Altenpflegeschule im Rahmen eines Tagesseminares gezeigt. „Im Fokus unserer Arbeit steht die Verbesserung der Mobilität und Alltagskompetenz des Patienten durch eine aktivierende Pflege zur Erhaltung bzw. Verbesserung der Selbsthilfefähigkeit“, erklärte Professor Dr. Hans Jürgen Heppner. Das schließt nicht nur die klassische medizinische Versorgung, sondern auch das Training alltäglicher Fähigkeiten mit ein.

Ganzheitliche Betrachtung

Dies wurde für die Besucher der Altenpflegeschule unter anderem im gemeinsamen Aufenthaltsraum deutlich. Dort essen die Patienten, sofern es ihr Gesundheitszustand zulässt, gemeinsam und können sich dabei austauschen. In einem weiteren Raum üben die Patienten zudem gemeinsam, um ihre Beweglichkeit zu verbessern.

Das Konzept und die ganzheitliche Betrachtung des Patienten waren für die Kursteilnehmer besonders eindrucksvoll. „Zudem endet die Betreuung nicht abrupt mit dem Ende des stationären Aufenthaltes“, betonte Professor Dr. Hans Jürgen Heppner. Das Helios-Klinikum hilft über den Krankenhausaufenthalt hinaus weiter: Bei der Klärung und Organisation der sozialen Weiterversorgung unterstützen die Mitarbeiter des Sozialdienstes den Patienten und seine Angehörigen. „Wir wollen, dass die Lebensqualität unserer Patienten nachhaltig erhalten bleibt“, fasste Professor Heppner die Ziele zusammen. Wenn nötig, können die Patienten nach der Entlassung aus der vollstationären Versorgung in der hiesigen Tagesklinik weiterbetreut werden.

Der enge Austausch mit der AWo-Altenpflegeschule in Gevelsberg soll auch in Zukunft weiter intensiviert werden. „Unsere Auszubildenden lernen so den Umgang mit älteren Menschen am besten und hautnah kennen“, resümierte anschließend Birgit Linden.