Auffälliges Farbenspiel am Wittenstein

Orange-bräunlich gefärbt ist das Bett des namenlosen Bachs, der von Mühlinghausen hinunter zum Wittenstein fließt, wo er in die Heilenbecke mündet. Immer wieder fällt Spaziergängern die ungewöhnliche Farbe des kleinen Gewässers auf. Gerade nach dem stärkeren Niederschlag der vergangenen Wochen war die Farbe unter dem klaren Wasser – vor allem im Sonnenlicht – wieder deutlich zu erkennen. Auch wenn sich dort vor Jahrzehnten eine Müllkippe befand, seien nach Auskunft von Wolfgang Flender, Leiter der Unteren Wasserbehörde des Ennepe-Ruhr-Kreises, keine schädlichen Stoffe in dem Bereich zu finden. „Das sieht bedrohlich aus“, meinte er auf Anfrage unserer Zeitung. „Wir beobachten das Phänomen aber schon seit Jahren.“ Immer wieder durchgeführte Messungen hätten aber keine negativen Auffälligkeiten ergeben. Es handele sich vielmehr um so genannte „Eisenausfällungen“: Gelöstes Eisen setzt sich dabei durch den Kontakt mit Sauerstoff ab und bildet rostrote Ablagerungen. Auch Manganausfällungen, die schwärzlich erscheinen, sind nach Aussage von Wolfgang Flender in dem Bereich festzustellen.
Text/Foto: Hartmut Breyer