Arbeitskreis „pro Rad EN“ sitzt fest im Sattel

Die Gründungsmitglieder haben viele Ideen.
Die Gründungsmitglieder haben viele Ideen.
Foto: Hans Jochem Schulte

Ennepetal..  Kann das Radfahren in Ennepetal und Umgebung Spaß machen? Ja, es kann. Davon sind zumindest die über 20 Frauen und Männer überzeugt, die der Einladung von Jürgen Hofmann ins Haus Ennepetal gefolgt waren.

Hofmann, der für Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt sitzt, ist leidenschaftlicher Radfahrer, und zur Sitzung waren Gleichgesinnte willkommen. Einige präsentierten schon gut befahrbare und interessante Strecken, und es wurde auch schon konkret: Kartenmaterial soll erstellt werden, und auf der noch leeren Homepage „Erlebnisregion Ennepetal“ sollen die Routen vorgestellt werden.

Nächster Termin: Freizeitmesse

Svenja Böttcher, die für den Bereich „Marketing Tourismus“ in der Haus Ennepetal, Kluterthöhle und Freizeit GmbH tätig ist, muss noch Kostenfragen klären, aber auf der Freizeitmesse in Essen (25. Februar bis 1. März) will sie schon das Radfahren in Ennepetal neben anderen Freizeitmöglichkeiten vorstellen.

Enzo Magliocco, Heinz Ehmann und Jost Störring sowie Jürgen Hofmann haben schon mehrere Strecken abgefahren, kennen die Schwierigkeitsgrade und wissen auch, wo Familien unbeschwert radeln können.

Doch es geht den Frauen und Männern um mehr als Tourismus: Sie möchten eine radfahrerfreundliche Stadt mit Radwegen und entsprechenden Beschilderungen.

Der Kommunalpolitiker Jürgen Hofmann weiß, dass die Stadt ein Radverkehrskonzept in der Schublade hat. Und der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung hat im vergangenen Jahr beschlossen, „an der Umsetzung des Konzepts kontinuierlich weiterzuarbeiten und die Gründung eines Arbeitskreises Radverkehr . . . positiv zu begleiten!“

Den Arbeitskreis gibt es nun offiziell seit Dienstag und hat sich auch schon einen Namen gegeben: pro Rad EN. Auch die Politik ist in der Gruppe vertreten. Neben Jürgen Hofmann nahmen SPD-Stadtrat Christoph Lotz für seinen verhinderten Fraktionskollegen Theo Bicking teil und Frohmut Eichinger als sachkundige Bürgerin der CDU. Verhindert war Dieter Siekermann, ein sachkundiger Bürger und FDPler.

Was man für den täglichen innerstädtischen Radverkehr tun kann, schilderte Achim Oldenbüttel aus Gevelsberg, der in der dortigen Lokalen Agenda tätig ist und sich für das Radfahren engagiert. „Als in Gevelsberg die B7 neu gemacht wurde, war es eine Selbstverständlichkeit, einen Radweg anzulegen“, sagte Oldenbüttel und machte somit den Ennepetalern Mut. Dass in Ennepetal noch sehr viel geschehen muss, war allen klar. Auch noch auf einer beliebten Strecke.

Der E-Bike-Fahrer Hans Sopp meldete gefährliche Stellen auf der ehemaligen Straßenbahntrasse von Plessen bis Haspe.