Anwohner gegen Pläne für Wilhelmshöhe

Nach drei Tagen lagen bereits 135 Unterschriften vor, die eine Bebauung des Sportplatzes an der Wilhelmshöhe verhindern möchten.
Nach drei Tagen lagen bereits 135 Unterschriften vor, die eine Bebauung des Sportplatzes an der Wilhelmshöhe verhindern möchten.
Foto: WP

Schwelm..  Die Schwelmer Politik ist an Baustellen nicht gerade arm. Nun kommt mit dem geplanten Verkauf und der Bebauung des Sportplatzes Wilhelmshöhe eine weitere hinzu. Eine Online-Petition ist am Mittwoch im Rathaus eingegangen. Mit der protestieren die Bewohner im Bereich Winterberg gegen die Planungen. Ihr Ziel ist es, den Sportplatz Wilhelmshöhe zu erhalten.

Hoher Freizeitwert

Am Sonntag erst hatte Frank Rohde 50 Handzettel verteilt und seine Nachbarn über das Projekt informiert. „Sämtliche angesprochenen Anwohner waren gegen den Verkauf und die Bebauung“, sagt der 54-Jährige, der in der Sternenburgstraße 28 wohnt. Er fühlt sich genauso wie seine Nachbarn von Stadt und Politik schlecht über die Planungen informiert. „Leider sind wir Anwohner erst am 12. April über die Homepage der Stadt darauf gestoßen und haben daraufhin eine Online-Petition mit Unterschriftensammlung eingerichtet.“

Der Petitions-Initiator ist selbst von seinem Erfolg überrascht. „Es hat gefruchtet, wir haben mit unserer Initiative in ein Wespennest gestochen.“ Nach etwa einem Tag lagen bereits 70 Unterschriften vor, innerhalb von drei Tagen waren es 135 Menschen, die sich alle gegen die Pläne von Stadt und Politik ausgesprochen haben.

Viele Unterzeichner machen ihren Ärger auch in Internet-Kommentaren auf der Petitionsseite Luft (hier geht es zur Online-Petition: https://www.openpetition.de/petition/online/erhalt-des-sportplatzes-wilhelmshohe-in-schwelm.

Dass der Sportplatz nicht mehr durch Sportvereine genutzt wird, lassen die Unterzeichner als Argument für eine Bebauung nicht gelten. „Es ist die einzige freie Spielfläche im gesamten Raum Winterberg. Kinder, Jugendliche, Erwachsene – alle spielen dort oben“, sagt Frank Rohde, der selbst seit 54 Jahren am Winterberg wohnt und als Kind selbstverständlich auch dort Fußballspielen gelernt hat. Er sieht in dem Platz eine Fläche mit hohem Freizeitwert.

„Sämtliche Ballsportarten werden hier geübt und trainiert. Selbstorganisierte Straßen- oder Klassenspiele werden hier durchgeführt, sowie sämtliche Arten der Leichtathletik bis hin zum Modellflug, Drachen. Auch lernen viele Kinder hier Fahrradfahren. Nach einer Bebauung ist das alles vorbei“, gibt er zu bedenken.

„Für mich ist eine Bebauung völliger Blödsinn. Die Stadt verscherbelt ihr Tafelsilber. Der Effekt ist schnell verpufft und die Spielfläche dann weg.“ Frank Rohde hat viele Gespräche mit den Winterberg-Anwohnern geführt. „Für mich ist offensichtlich, dass niemand mit einer Bebauung des Platzes einverstanden ist. Wenn die Pläne seitens der Stadt weiter verfolgt werden, werden wir alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, dies zu verhindern.“