Ansturm auf katholische Schule

Für Eltern ist der Schulparkplatz am Ländchenweg ab sofort gesperrt. Damit soll verhindert werden, dass die Kinder bis vor das Schulgebäude gebracht werden. An der Beschilderung muss allerdings noch nachgebessert werden.
Für Eltern ist der Schulparkplatz am Ländchenweg ab sofort gesperrt. Damit soll verhindert werden, dass die Kinder bis vor das Schulgebäude gebracht werden. An der Beschilderung muss allerdings noch nachgebessert werden.
Foto: WP

Schwelm..  Die neue Grundschule Ländchenweg ist in den Herzen der Eltern mit kleinen Kindern noch nicht so richtig angekommen. Das lässt der Blick auf die vorläufigen Anmeldezahlen der i-Dötzchen für das Schuljahr 2015/16 vermuten. Demnach sind dort bislang lediglich 60 Mädchen und Jungen angemeldet worden. Ungebrochener Beliebtheit erfreut sich hingegen die Katholische Grundschule St. Marien. Dort liegen mit Stichtag dieser Woche bereits 62 Anmeldungen vor.

Drei Klassen für 60 Schüler

„Die Grundschule Ländchenweg wird unserer Berechnung nach dreizügig starten“, sagte Beigeordneter Ralf Schweinsberg bei der Vorstellung der Zahlen dieser Woche im Schulausschuss. Damit haben sich die Hoffnungen von Verwaltung und Politik (noch) nicht erfüllt. Nach der Schließung der Grundschule Möllenkotten und des Umzugs der Westfalendammschule in das Gebäude der ehemaligen Hauptschule Ost am Ländchen ist die neue Grundschule Ländchenweg auf Vierzügigkeit ausgelegt worden. Im Schulentwicklungsplan prognostizierte die Verwaltung für das Schuljahr 2015/16 für die 1. Klasse 97 Anmeldungen.

So schön auch die Beliebtheit der Katholischen Grundschule in den Reihen der Eltern ist, sie hat auch ihre Schattenseiten. Wird sich an den vorläufigen Zahlen in den nächsten Monaten nichts ändern, wird die Konfessionsschule zum wiederholten Male angemeldete Kinder abweisen müssen. Sie ist auf Zweizügigkeit ausgelegt und kann somit maximal 56 Mädchen und Jungen zum Start des neuen Schuljahrs nach den Sommerferien aufnehmen.

„Was muss passieren, um die Zügigkeit bei entsprechender Nachfrage durch die Eltern anzuheben?“, wollte ein Ausschussmitglied wissen. Räumlich sei dies ja möglich. „Die Verwaltung sieht keinen Anlass, die Zügigkeit zu erhöhen“, verwies Ralf Schweinsberg auf die vor Jahren durch die Politik gefällten Beschlüsse, in denen die Zügigkeit der Schwelmer Grundschulen festgelegt worden ist.

Das sah auch Schulausschussvorsitzender Gerd Philipp (SPD) nicht anders. „Wenn wir von dem Gutachten ausgehen, haben wir einen Rückgang an Kindern zu erwarten. In den Jahren 2017 bis 2019 sind wir bei einer Zügigkeit von neun“, rechnete der Sozialdemokrat einmal vor. Fachbereichsleiter Peter Eibert sprach von einer „gewissen Stagnation“ bei den Geburten. Dezernent Ralf Schweinberg versprach, die aktuelle Standesamtstatistik dem Protokoll der Sitzung beizulegen. Manuela Rahn, Rektorin der Grundschule Nordstadt, zeigte den von der Stadt eingeschlagenen Weg auf: „Die anderen Schulen haben noch Kapazitäten.“

Im Falle einer Überanmeldung können Kinder abgewiesen werden, die nicht in Schwelm wohnen oder wenn die Wunschschule nicht die nächstgelegene Schule ist. Ausnahme: Falls bereits Geschwisterkinder an der Schule sind, darf auch das nachrückende Kind bleiben.