Angst um den Kollegen

Der Kollege ist echt nicht zu beneiden. Seit Wochen verzichtet er auf alles, was schmeckt, damit die Pfunde purzeln. Nachts wie tagsüber verfolgen ihn Bilder eines großen Grilltellers. Doch die lukullischen Verführungen lässt er konsequent links liegen, mixt sich stattdessen täglich seinen allmorgendlichen Zaubertrank und tauscht damit den Hunger gegen permanente Übelkeit ein. Hochachtung vor dieser Selbstgeißelung, doch der Erfolg gibt ihm recht. Der Bauchumfang schrumpft, die Waage bleibt deutlich früher stehen.

Allerdings scheint sein Immunsystem zu leiden, denn seit gestern kränkelt der Erschlankte. Wir alle wünschen ihm eine gute Besserung, haben allerdings die große Befürchtung, dass sich zu dem körperlichen Unwohlsein, bald auch ein psychisches hinzugesellt.

Denn unser lieber Kollege ist arg gefährdet, in eine Depression zu schlittern. Schließlich drückt er dem BVB die Daumen. Er schaut sich alle Spiele im Kampf um die rote Laterne an – und das auf nüchternen Magen.