Angeklagter gesteht Überreaktion

Schwelm..  Er habe „überreagiert“, gab der 21-jährige Kreisstädter vor dem Schwelmer Strafgericht zu. Dort musste er sich wegen vorsätzlicher Körperverletzung verantworten. Mit einer einzigen „Kopfnuss“ versetzte er einem Kellner der Kult-Disco und Bar „Kuhstall“ in der Düsseldorfer Altstadt eine schwerwiegende Nasenbeinfraktur, aufgrund derer der Angestellte drei Wochen arbeitsunfähig war und sich einer Operation zur Nasenrichtung unterziehen musste.

Zwei Promille im Blut

Es war der 20. Juli vergangenen Jahres gegen drei Uhr morgens. Mit Freunden und Bekannten hatte der Kreisstädter schon gut gefeiert. Hinterher sollte sich herausstellen, dass er ungefähr zwei Promille im Blut hatte. In der völlig überfüllten Kneipe schlängelte sich der Kellner mit Getränken durch die Menge und wurde angerempelt. Der Inhalt eines Glases Bier ergoss sich daraufhin über das Dekolleté der Lebensgefährtin des Angeklagten. Die Betroffene selbst sah das weniger tragisch und nahm die Entschuldigung des Kellners sofort an. Nicht so ihr angeklagter Freund. Der Betrunkene holte sofort zum Kopfstoß aus und verursachte damit die schwere Verletzung.

Sein vollständiges Geständnis vor Gericht sollte sich strafmildernd auswirken. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft verurteilte Strafrichter Arentz den Verfahrensmechaniker zu 2000 Euro. Über die gleiche Summe hat der Geschädigte den 21-Jährigen übrigens auch zivilrechtlich verklagt.