„Am Ende überwiegt die Erleichterung“

Für Ingo Niemann war es eine ganz kurze Nachtruhe. Beim Pressesprecher des Ennepe-Ruhr-Kreises liefen alle Informationen zu dem Ebola-Einsatz zusammen. Nach der Entwarnung am frühen gestrigen Nachmittag zog er eine sehr zufriedenstellende Bilanz.

1 War dies nach einem ersten Schrecken eine gute Übung?

Im Prinzip ja. Es ist schön und wichtig zu sehen, dass Dinge, die wir uns im Vorfeld überlegt haben, im Ernstfall richtig sind und auch funktionieren. Damit meine ich zum Beispiel die Isolation des Rettungswagens oder den Aufbau der Dekontaminierungsanlage.

2 Was lief genau hinter den Kulissen?

Nach dem Anfangsverdacht wurde das Krisenmanagement Zug um Zug hochgefahren. Die Kommunikation zwischen den Einsatzkräften vor Ort und dem Krisenstab im Kreishaus funktionierte einwandfrei. Die Nacht hat uns gezeigt, dass wir auch auf eine echte Erkrankung vorbereitet sind.

3 Wie lautet ihr persönliches Fazit dieses Tages?

Es war sehr anstrengend, aber am Ende überwiegt die Erleichterung, dass es dem Betroffenen gut geht und dass all die Einsatzkräfte sich nicht in der Gefahr befinden, sich mit einer womöglich tödlich verlaufenden Krankheit infiziert zu haben. Auch von meiner Seite geht ein großes Lob an alle, die an dem Einsatz beteiligt waren und vorbildliche Arbeit geleistet haben.