Alle Schulen sind noch da

Gevelsberg..  Noch können Rat und Stadtverwaltung in Gevelsberg ruhig die Schul-Diskussionen in den Nachbarstädten verfolgen. Im Sommer werden an allen fünf städtischen Grundschulen mühelos Eingangsklassen gebildet. Hinzu kommt noch die private Georg-Müller-Schule.

Die Hauptschule ist im Moment noch nicht in Gefahr, weil ein Bündnis mit der Wirtschaft jedem Abgänger einen Ausbildungsplatz garantiert, wenn er Engagement zeigt und Leistungen vorweist. Das macht die Schule attraktiv. Auch die Realschule kann noch ruhig in die Zukunft blicken. Das Gymnasium ist natürlich - wie auch in den anderen Südkreisstädten - nicht in Gefahr.

Der Fortbestand der Förderschule im Schulzentrum West kann gewährleistet werden, weil die Mädchen und Jungen nach der Schließung entsprechender pädagogischer Einrichtungen in Ennepetal und Schwelm jetzt nach Gevelsberg wechseln. Bei der Unterzeichnung des entsprechender Verträge wurde der Gevelsberger Förderschule von Seiten des Ennepe-Ruhr-Kreises eindeutig bescheinigt, immer das überzeugendere pädagogische Konzept besessen zu haben. In den nächsten fünf Jahren wollen die Politiker allein eine Million Euro in die Ausstattung der Schulen mit Computern investieren.

Herausforderung für den Ausschuss

Grund, sich zurückzulehnen? Sicher nicht! Gevelsberg weiß, dass die Schulen der Stadt nicht auf einer Insel der Glückseligen gebaut wurden. Der Schulausschuss des Rates wurde von zusätzlichen Aufgaben entbunden, um sich voll auf die Herausforderungen der kommenden Jahre konzentrieren zu können. In der aktuellen Haushaltdebatte wiesen die Grünen darauf hin, dass spätestens in zwei Jahren über die Zusammenlegung von zwei Grundschulen diskutiert werden müsse.

Das will Bürgermeister Claus Jacobi verhindern. Der Sozialdemokrat wird nicht müde, die Schulen als Keimzellen für die Arbeit in den Stadtteilen zu bezeichnen. Und damit hat er sicher recht.