Abschussort für Kirmes-Feuerwerk gesucht

Das Höhenfeuerwerk zum Abschluss der Voerder Kirmes ist immer ein Hingucker. Damit das so bleibt, wird derzeit ein neuer geeigneter Abschussort gesucht.
Das Höhenfeuerwerk zum Abschluss der Voerder Kirmes ist immer ein Hingucker. Damit das so bleibt, wird derzeit ein neuer geeigneter Abschussort gesucht.
Foto: Mustafa Balci

Ennepetal..  Das Feuerwerk, das traditionell zum Abschluss der Kirmes am Himmel über Voerde zu sehen ist, muss ab 2015 von einem anderen Standort abgeschossen werden. Die Suche nach einer geeigneten Stelle läuft noch.

Seit vielen Jahren waren die Feuerwerk-Bomben vom Hof der Grundschule Voerde am Bussardweg abgefeuert werden. Doch da sich Anwohner zunehmend über die Verschmutzung durch Feuerwerksrückstände beschwert hätten, habe die Bezirksregierung als zuständige Genehmigungsbehörde nun nicht mehr mitgemacht, erklärte der Vorsitzende des Heimatvereins Voerde, Robert Dörnen, auf Anfrage unserer Zeitung. Veranstalter der Voerder Kirmes ist zwar die Stadt, der Heimatverein gibt aber das Feuerwerk in Auftrag.

Beschwerden von Anwohnern

Bei einem professionellen Feuerwerk seien es zwar keine herabfallenden Stäbe wie bei Silvesterraketen, erklärt Robert Dörnen das Problem. Es gebe aber einen Niederschlag von Staub und Papierfetzen. Bei wenig Wind kämen diese dort herunter, wo das Feuerwerk abgeschossen wurde – in diesem Fall über das relativ dicht bebaute Gebiet Voerde-Nord. „Das hat immer wieder zu Beschwerden geführt“, so Robert Dörnen. In den vergangenen Jahren habe man diese in Gesprächen aber bereinigen können. Doch zuletzt hätten sich die Klagen verstärkt, so dass die Bezirksregierung die bisherige Praxis nicht mehr zulässt. Entweder werde das Feuerwerk von anderer Stelle abgeschossen oder die Stadt müsse von den Anwohnern im Umkreis von 150 Metern eine Erklärung unterschreiben lassen, dass sie auf jegliche Ansprüche im Zusammenhang mit etwaigen Schäden oder Verunreinigungen verzichten. Da niemand eine solche Unterschrift leisten würde, so Dörnen, bedeute das das Aus für den Standort. Die Alternative, beim Feuerwerk in der Klassifizierung zurückzugehen – wie beim Schwelmer Heimatfest in diesem Jahr, bei dem es mitten in der Stadt vom Dach der Sparkasse aus abgeschossen wurde – steht auch nicht zur Debatte. Dieses wäre deutlich kleiner und somit bei Weitem nicht so gut sichtbar wie das traditionelle Höhenfeuerwerk der Klasse IV.

Um auch 2015 zum Abschluss der Kirmes ein weithin sichtbares Feuerwerk an den Voerder Himmel zu zaubern, suchen die Stadt, der Heimatverein und die Firma Prinz aus Recklinghausen, die seit einigen Jahren das Feuerwerk zur Kirmes abschießt, nun nach einem neuen Standort. „Das ist schwierig“, erklärt Robert Dörnen. Zum einen müssen die Kirmesbesucher von der Lindenstraße aus die leuchtenden Bilder sehen können, zum anderen darf rund um den Abschussort keine oder nur sehr wenig Wohnbebauung liegen.

Favorisiert wird prinzipiell das Gelände am Vereinsheim der Voerder Schützen am Helkenberger Weg. Von dort wurden bereits Probeschüsse abgefeuert. „Dafür benötigt man auch eine Genehmigung“, erklärt Robert Dörnen. An dem Zeitpunkt, für den die Genehmigung erteilt worden war, herrschte allerdings denkbar ungünstiges Wetter. „Wir haben leider in die Wolken geschossen“, so Dörnen.

Neuer Test im Februar geplant

Somit war nicht zu beurteilen, ob das Feuerwerk vom Kirmesgelände gut zu sehen wäre. „Wir müssen das noch einmal bei entsprechendem Wetter probieren. Dafür müsse es aufgrund der einzuholenden Genehmigungen für einige Tage stabil sein.

Einen alternativen Standort sieht Dörnen derzeit nicht. Die Grundschule Voerde sei ideal gewesen, weil sie direkt in der verlängerung der Lindenstraße liege. Schon das Schützenheim am Helkenberg liegt versetzt zum Kirmesgeschehen, biete aber nach Einschätzung von Robert Dörnen die besten Grundvoraussetzungen. Voraussichtlich im Februar soll nun ein neuer Versuch mit Probeschüssen von dort gestartet werden.

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