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65-Jähriger stirbt bei Feuer in Ennepetal

22.02.2012 | 19:45 Uhr
65-Jähriger stirbt bei Feuer in Ennepetal
Das Traditionslokal Westfälischer Hof in Voerde fiel in den frühen Morgenstunden. Foto: Sabine Nölke

Ennepetal.Ein 65-jähriger Mann kam Mittwoch bei einem Feuer am frühen Morgen im Ennepetaler Ortsteil Voerde ums Leben. Die Ursache des Brandes steht noch nicht fest. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Sieben Menschen, darunter eine Familie mit zwei Kindern, konnten sich noch rechtzeitig aus dem brennenden Gebäude retten. Das Haus ist unbewohnbar. Nach Angaben der Feuerwehr brach das Feuer im ersten Obergeschoss aus, im Wohnungsumfeld des Mannes, der um 7 Uhr nur noch tot aus dem Gebäude geborgen werden konnte.

Mit mehreren C-Rohren bekämpften die Feuerwehrleute den Brand. Mehr als zwölf Trupps waren unter Atemschutz eingesetzt.

Bei dem Brandhaus handelt sich um ein über 100 Jahre altes Fachwerkhaus, in dem sich die Traditionsgaststätte „Westfälischer Hof“ befand. Der Pächter selbst wohnt nicht in dem Gebäude.

Um kurz vor 4 Uhr heulten die Sirenen in Ennepetal. Die gesamte Ennepetaler Feuerwehr war auf den Beinen. Sie wurde unterstützt durch Kollegen aus Gevelsberg, Schwelm und Breckerfeld. Die Einsatzleitung hatte Stadtbrandmeister Rainer Kartenberg.

Die Polizei sperrte die Lindenstraße in Voerde ab und leitete den Verkehr um. Bis zum späten Nachmittag war die Feuerwehr im Einsatz. Vor allem mussten noch Glutnester im Inneren des Gebäudes gelöscht und Trümmer abgetragen werden. Bis in die Vormittagsstunden drangen dichte Qualmwolken durch das zerstörte Dach.

Als die Einsatzkräfte eintrafen, wurde eine Person vermisst. Es handelte sich um den Mann, für den jede Hilfe zu spät kam. Die anderen Bewohner konnten sich retten. Der Sohn des Eigentümers, der selbst mit seiner Familie in dem Haus lebte, wurde noch rechtzeitig durch das Bellen seines Hundes geweckt. Die geretteten Personen wurden vorsorglich durch Notarzt und Rettungsdienst untersucht.

Unter den geretteten Bewohnern waren auch zwei Kinder. Die VER stellte einen Bus zur Verfügung, in dem die Menschen zunächst versorgt wurden. Eine Familie konnte später privat, die andere in einer möblierten Wohnung untergebracht werden.

Verwirrung gab es um die Anzahl der gemeldeten Personen im Haus, wie sich später herausstellte. „Im Haus war eine weitere Person gemeldet, die jedoch seit längerem verstorben ist“, erklärte Hans-Günther Adrian von der Pressestelle der Stadt Ennepetal Mittwoch Abend gegenüber unserer Zeitung.

Sabine Nölke

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