227 Seiteneinsteiger an den heimischen Schulen

227 Seiteneinsteiger gibt es an den Gevelsberger Schulen. „Wir verstehen unter dieser Bezeichnung Mädchen und Jungen, die die deutsche Sprache nicht beherrschen“, erklärt Bettina Bothe.

Das sind Flüchtlingskinder, aber das ist auch der Nachwuchs von Familien, die aus anderen Ländern der Europäischen Union an die Ennepe gekommen sind. Zwei Zahlen zum Vergleich: 45 Kindern mit Wurzeln in Syrien stehen 43 mit Wurzeln in Rumänien gegenüber. Die Flüchtlingskinder und ihre Eltern wollten unbedingt an die Schulen. „Sie brennen darauf“, so Bothe.

Aus irgendeinem Grund würden sie die Hauptschule bei ihrer Wahl bevorzugen, obwohl viele auch das Zeug dazu hätten, an die Realschule oder ans Gymnasium zu gehen, unterstützt durch Auffangklassen. Die Eltern und Kinder werden bei der Schulwahl von Alexandra Konstantinopoulos vom Büro für Vielfalt und Zukunftschancen unterstützt. Auf die Schulen ist eine große Aufgabe zugekommen. Es gebe traumatisierte und behinderte Kinder unter den Flüchtlingen. Ihnen würde aber das Erlernen der deutschen Sprache leichter als den Müttern und Vätern fallen: „Einige Grundschüler kommen schon als Dolmetscher mit ins Rathaus.“

Die Integration von Kindern aus Rumänien sei schwieriger. Ihre Eltern haben oft ihr Geld als Landarbeiter in Italien verdient, bevor sie nach Deutschland gekommen sind. „Wir wissen erst einmal nicht, ob Rumänisch oder Italienisch ihre Muttersprache ist, auf der wir in den Schulen aufbauen können“, so Michael Pfleging. Meist sei es ein Mischmasch. Bei diesen Kindern hätte die Schule bisher nicht zum Alltag gehört, so Bothe. Die Eltern legten keinen Wert darauf, Es seinen Cliquen darunter, die es den Pädagogen schwer machen.