190 Kartons mit Kleiderspenden für Flüchtlinge in Gevelsberg

Monique Nenn, Monika Muhlack, Gerd Dreier, Edgar Proske und Peter Arendt vor den (noch) vollen Regalen.
Monique Nenn, Monika Muhlack, Gerd Dreier, Edgar Proske und Peter Arendt vor den (noch) vollen Regalen.
Foto: Janice Holtz
Was wir bereits wissen
„Free clothes“ also kostenlose Kleidung steht auf dem Flyer, den die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Diakonie auf Deutsch, Französisch und Englisch in der Stadt verteilt haben. Dabei können sich Flüchtlinge und sozial Bedürftige Kleidung aussuchen, die im Tafelladen ausgestellt ist.

Gevelsberg.. Die Aktion die im Rahmen des Flüchtlingsgipfels im Februar angeregt wurde, geht bis Mittwoch. „Wir haben die Bürger, Schulen und Vereine in Gevelsberg dazu aufgerufen, uns Kleidung zu spenden. Aber auch Leute aus Schwelm und Ennepetal haben uns Kleider gebracht – wir haben alles genommen, was wir in die Finger kriegen konnten“, sagt der Leiter des Sozialkaufhauses in Schwelm Edgar Proske. 190 Bananenkartons voll mit Kleidung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Warmes für den Winter, Leichtes für den Sommer und Sportkleider sind dabei.

„Wir denken, dass wir viele Kunden schon von der Tafel kennen, die donnerstags Lebensmittel verteilt“, meint Prostke, „Da kommen immer rund 70 Haushalte vorbei, dieses Mal könnten es noch mehr werden.“

Damit auch jeder der Besucher Kleider abbekommt, darf nur eine bestimmte Anzahl ausgesucht werden. Erwachsene müssen auch persönlich kommen. „Wir wollen vermeiden, dass jeder noch etwas für seinen Onkel, Tante, Oma oder Opa mitnehmen will, die es nicht gibt. Wir kennen das aus der Tafel, da gilt auch der erste Gedanke: alles zu mir“, sagt Proske. Aus diesem Grund achten die Mitarbeiter darauf, dass jeder Gast nur 10 Teile mitnehmen darf. Wobei Socken oder Schals nicht mitzählen. Der Leiter des Sozialkaufhauses schätzt, dass viele leichte Sachen wegen des guten Wetters mitgenommen werden, aber er hat auch die Erfahrung gemacht, wenn es ein paar Tage vorher kühler war, dass die Leute auch viele warme Kleider aussuchen. „Man muss immer dran denken, dass die Leute aus wärmeren Regionen aus dem Süden kommen und bei uns höchstwahrscheinlich frieren.“

Auch ist ihm sehr wichtig, dass Leistungen für Neuankömmlinge attraktiver gemacht werden. Dazu gehört das Beratungsangebot für Flüchtlinge, sowie auch materielle Angebote wie der Tafelladen, das Sozialkaufhaus in Schwelm oder aber wie diese Aktion.