15. November soll Eröffnungstermin werden

Neubau ganz in blau: So soll die neue Dreifachsporthalle einmal aussehen. Diese Architektenzeichnung zeigt die Ansicht von der Milsper Straße aus.
Neubau ganz in blau: So soll die neue Dreifachsporthalle einmal aussehen. Diese Architektenzeichnung zeigt die Ansicht von der Milsper Straße aus.
Foto: WP

Schwelm..  Für die neue Dreifachsporthalle gibt es einen ersten, inoffiziellen Eröffnungstermin. In der jüngsten Sitzung des städtischen Sportausschusses nannte Investor Ralf Stoffels unter Vorbehalt den 15. November. Gleichzeitig zeigte er sich als Optimist, denn den ursprünglichen Eröffnungstermin im Oktober hat er noch nicht gänzlich abgeschrieben.

Dreifachsporthalle

Beim Tagesordnungspunkt „Mündlicher Sachstandsbericht Dreifeldhalle“ bekamen die Ausschussmitglieder die Informationen aus erster Hand. Architekt Lars Wehnau hatte eine Beamer-Präsentation vorbereitet, zeigte neben den Grundrissen auch eine bildliche Ansicht, wie der Neubau einmal von der Milsper Straße aus betrachtet aussehen soll. Generalmieter wird die Stadt Schwelm sein und deshalb auch die Hallenbelegungspläne erstellen. „Wir werden morgen bereits anfangen und nach Ostern einen Plan aufstellen“, kündigte der städtische Fachbereichsleiter Peter Eibert an.

Runder Tisch zur künftigen Belegung

In Absprach mit dem Stadtsportbund soll er optimiert und in der nächsten Sitzung des Sportausschusses der Politik vorgestellt werden. Die Vertreter der Sportvereine sollen zur Belegungsfrage an einem noch einzuberufenden Runden Tisch eingeladen werden. Die Halle wird einmal Heimstätte der EN Baskets Schwelm sein und für den Vereinssport mit Schwerpunkt Ballsportarten genutzt werden.

Schulsport sei dort laut eines politischen Beschlusses erst einmal nicht vorgesehen, so Bürgermeister Jochen Stobbe. Die Halle kann aber mehr, ist multifunktional angelegt und kann als Veranstaltungsort dienen. „Wir werden aber keine Konkurrenz für die Eventhalle aufziehen“, stellte Stobbe klar.

Architekt Wehnau nannte Zahlen: Die Halle selbst ist als relativ einfache Konstruktion mit einem Blechdach geplant. Stahlstützen werden einen Holzbinder tragen. Die lichte Höhe beträgt 7,60 Meter. Die Anbauten werden als Massivbau ausgeführt. Für ein angenehmes Klima wird eine Fußbodenheizung und eine Lüftungsanlage (keine Klimaanlage) sorgen. Die Halle bietet Platz für drei Basketballfelder, zwei davon sind ligatauglich.

Plätze für 1500 Besucher

Der restliche Teil des Neubaus ist zweistöckig angelegt. Es wird ausziehbare Zuschauerränge geben. Die Anlage ist für 1500 Besucher zugelassen, kann aber laut Investor Ralf Stoffels grundsätzlich mehr Menschen aufnehmen und es gibt 120 Parkplätze. Natürlich wird es einen Aufzug geben, der auch für Rollstuhlfahrer nutzbar ist. Auf Kosten des Bauherrn wird ein Schutzbelag angeschafft, damit der Parkettboden in der Halle bei anderen Veranstaltungen keinen Schaden nimmt. Sowohl im Erdgeschoss als auch im Obergeschoss sind Sanitäranlagen geplant. Im Obergeschoss wird es einen 12 x 20 Meter großen Mehrzweckraum/Gymnastikbereich geben, der auch für kleinere Veranstaltungen geeignet ist. Hinzu kommt ein Küchenbereich und Platz für ein Catering.

Kunstrasen

Genauso sportlich ging die Sitzung weiter beim Thema „Mündlicher Sachstandsbericht Kunstrasen“. Bis zum 30. Juni 2015 müssen die Verträge geschlossen sein, denn dann endet das Vorkaufsrecht der Stadt für die vorgesehene Fläche in Linderhausen. Der Zuschuss seitens der Stadt ist auf 450 000 Euro gedeckelt. Die Kosten für die von den beiden Schwelmer Fußballvereinen gewünschten zwei Kunstrasenplätze samt Vereinsheim werden auf 1,6 bis 2 Millionen Euro geschätzt. Dreh- und Angelpunkt für die Realisierung der Pläne ist der Verkauf des Rasensportplatzes am Martfeld/Brunnen. Für die Bebauung mit Häusern gibt es zwei Varianten. „Wir werden unabhängig davon die rechtlichen Möglichkeiten im Bebauungsplan darstellen“, kündigte Jochen Stobbe an. Der Aufstellungsbeschluss für den B-Plan soll am 14. April im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung getroffen werden. „Wir müssen früh dafür sorgen, dass die Bürger mitgenommen werden“, spielte das Stadtoberhaupt auf die Umzugspläne der Biologischen Station an, die im Martfeld-Park heimisch werden wollte und Protest seitens der Anwohner heraufbeschwor. Diese Umzugspläne sollen übrigens vom Tisch sein, die Bio-Station soll nun mit einem Neubau in einem stillgelegten Steinbruch in Wetter-Albringhausen liebäugeln.

Zeitnahe Bürgerbeteiligung

Heinz-Jürgen Lenz (CDU) schlug vor, den Termin für die Bürgerbeteiligung zeitnah zwischen den 23. und 27. März noch vor Beginn der Osterferien zu legen, um rechtzeitig „die Stimmen aus der Öffentlichkeit einsammeln“ zu können. In Richtung von VfB und Spielvereinigung schickte der Christdemokrat ermahnende Worte. „Wenn die Vereine nicht von ihrer Maximalforderung abrücken, dann war es das für die CDU-Fraktion. Wenn es jetzt nicht klappt, dann ist es mit den Kunstrasenplätzen vorbei.“