143 Unterschriften für eine Treppe gesammelt

Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen (links) nahm die Unterschriftenliste von Wolfgang Proxa (Zweiter von links) und Anwohnern entgegen.
Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen (links) nahm die Unterschriftenliste von Wolfgang Proxa (Zweiter von links) und Anwohnern entgegen.
Foto: WP

Ennepetal..  143 Unterschriften für eine Treppe: Anwohner aus der Ludwig-Uhland-Straße und der näheren Umgebung übergaben Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen gestern Morgen einen Bürgerantrag. Sie fordern, einen sicheren Zugang vom Wendekreis am Ende der Straße zum darunter liegenden Waldweg zu ermöglichen.

„Wir benötigen diesen Zugang“, erklärte der Initiator der Unterschriftensammlung, Wolfgang Proxa. Viele ältere Menschen aus Homberge und auch der Kindergarten Oberlinhaus nutzten diesen Weg, da die Zugangsmöglichkeiten oberhalb bei der Firma Kaltenbach an der Neuenlander Straße oder unterhalb an der Ewald-Oberhaus-Straße zu weit entfernt seien.

Provisorium entfernt

Das Problem war aufgetaucht, nach dem Mitte Mai der Betriebsausschuss des Stadtrats einen CDU-Antrag abgelehnt hatte, der sich für die Anlage einer festen Treppe an der betreffenden Stelle aussprach. Den Zugang zum Waldweg hatten sich Anlieger einst gesucht, weil die zuvor vorhandene Möglichkeit durch die Bebauung der Ludwig-Uhland-Straße weggefallen war. Seit einigen Jahren gab es an dem nur einige Meter langen, recht steilen Abhang eine von Anwohnern angelegte Behelfstreppe, mit Handlauf und in die Böschung gelegten Betonplatten.

Der Treppen-Antrag war im Ausschuss mit 8:7 Stimmen abgelehnt worden, unter anderem mit der Begründung, dass man nicht jeden Trampelpfad in der Stadt befestigen könne, außerdem die Stadt eine Verkehrssicherungspflicht habe, wenn sie den Zugang schafft – für den die Kosten von der Verwaltung auf etwa 6000 Euro geschätzt wurden. Der Abhang ist ein städtisches Grundstück, der Waldweg Privateigentum. Nach der Ablehnung des Antrags hatte der Ausschuss die Stadtbetriebe darüber hinaus aufgefordert, die provisorische Befestigung des Weges zu begutachten und gegebenenfalls zu entfernen. Vor etwa drei Wochen wurde die Hilfstreppe aus Sicherheitsgründen abgebaut, der Zugang dadurch erheblich erschwert.

Stadt will nicht haften müssen

Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen nahm den Bürgerantrag gestern vor Ort entgegen und sagte zu, dass er in der ersten Sitzung des Hauptausschusses nach der Sommerpause auf die Tagesordnung gebracht werde. Wenn die Politik die Stadtverwaltung am Ende damit beauftragen sollte, eine Treppe zu errichten, müsse aber klar gestellt werden, dass die Stadt aus der Haftung sei. Dies könnte durch Aufstellen eines Hinweisschildes „Begehen auf eigene Gefahr“ erreicht werden.

INFO:

Der Bürgerantrag soll für die Sitzung des Hauptausschusses am Dienstag, 1. September, (17.15 Uhr, Sitzungssaal Rathaus) auf die Tagesordnung genommen werden.

Üblicherweise wird er dann an den Betriebsausschuss verwiesen, der in einer nachfolgenden Sitzung darüber berät.