1000 Euro Strafe für Drogenhandel

Schwelm..  Elf Vorstrafen brachte der 29-jährige Kreisstädter zu seinem erneuten Auftritt als Angeklagter vor dem Schwelmer Strafgericht in der Schulstraße mit. Die meisten seiner Vorstrafen bezogen sich auf Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Er ist dort so gesehen, „ein alter Bekannter“. Und nun aktuell wieder der immer gleiche Vorwurf: Drogenhandel mit Marihuana.

Hausdurchsuchung

Direkt vor der Haustür wurde ein anderer gerichtsbekannter Konsument am 3. August von der Polizei angetroffen worden. In seiner Tasche: 4,55 Gramm netto „Mary Jane“ - wie es in Insider-Kreisen heißt. Er gab an, dies zuvor bei dem Angeklagten für 50 Euro erworben zu haben.

Wenige Tage später kam es zur Wohnungsdurchsuchung an der Hauptstraße durch die Polizei bei dem Angeklagten. Resultat: Weitere 5,15 Gramm Marihuana; schön abgepackt in sieben kleinen Klarsicht-Tütchen. Nebenbei kam auch eine Feinwaage zum Vorschein.

Den ersten Anklagepunkt leugnete der Beschuldigte komplett. Für den zweiten hatte der 29-Jährige natürlich sämtliche Ausreden parat: „Ich gebe ja zu, Konsument zu sein. Daher portioniere ich selbst für mich, was ich täglich nehmen darf.“ Die Aussage wirkte eher lächerlich.

Verurteilter bezieht Hartz IV

Wie viel er denn monatlich rauche, wollte Strafrichter Tobias Ozimek wissen. Antwort: „Um ein Gramm pro Tag.“ Das sei durch Hartz IV, welches der Beschuldigte bezieht, wohl kaum bezahlbar, konterte der Vorsitzende. Das sah die Staatsanwaltschaft genauso. „Nicht nur Besitz, sondern auch Drogenhandel.“ Auf Antrag der Anklagevertreterin wurde der 29-Jährige letztlich wegen Drogenhandels zu einer – in Anbetracht seiner Vorbelastungen – milden Geldstrafe von 1000 Euro verurteilt.