Zu experimentell für Haldern?

Maggie Björklund - Sängerin - Haldern Pop Bar
Maggie Björklund - Sängerin - Haldern Pop Bar
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Die Dänin Maggie Björklund lockt rund 90 Besucher in die Haldern Pop Bar. Nicht alle waren begeistert

Haldern..  Das Haldern Pop-Publikum ist halt verwöhnt. So viele großartige Künstler bekommen die regelmäßig erscheinenden Gäste zu hören. Unter diesen Vorzeichen muss man den Auftritt von Maggie Björklund am Samstag als mittelmäßig einstufen. Die Dänin konnte einen Teil des Publikums durchaus unterhalten, aber einige der rund 90 Gäste fühlten sich von ihrer Musik weniger angesprochen.

Handwerklich war das Trio auf der Bühne durchaus versiert. Björklund selbst an der Pedal Steel Gitarre, dazu ein Cellist und ein Gitarrist. Die Pedal Steel Gitarre – wohl das Country-Instrument schlechthin – gab stilistisch den Rahmen vor, den die Gruppe durchaus gewillt war experimentell zu dehnen. Auf den Pathos, den US-Country gerne mal bietet, verzichtet Björklund, ersetzt ihn durch Melancholie. Der schwankende Ton der Pedal Steel Gitarre passt gut zu den Stimmungsschwankungen der Musik. Mal spielt die Band geradezu aufreizend leise, aber dann kommen auch bedrohlich wirkende Stücke, denen man eine extatische Explosion gewünscht hätte. Der Cellist entlockt seinem Instrument in einem Stück E-Gitarrern-ähnliche Klänge. Wie Jimi Hendrix’ in seiner bekannten Version der US- Nationalhymne. Auch einige Instrumentalstücke waren im Programm.

Björklunds Stimme ist in Ordnung, aber reißt niemanden vom Hocker. Gar nicht gut waren die Stimmharmonien im Duett mit dem Gitarristen. Die Duette sollte man besser sein lassen.