Wolfgang Schmitz ist neuer König von Praest

Der alte König, Stefan Berkowich (re.) gehörte zu den ersten Gratulanten. Denn der  stellvertretende Brudermeister gibt die Königswürde an den Brudermeister, Wolfgang Schmitz (mi.) weiter.
Der alte König, Stefan Berkowich (re.) gehörte zu den ersten Gratulanten. Denn der stellvertretende Brudermeister gibt die Königswürde an den Brudermeister, Wolfgang Schmitz (mi.) weiter.
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Was wir bereits wissen
Lange war Swen Ricken der einzige Bewerber auf die Königswürde beim Schützenfest von St. Johannes Praest. Dann nahm sich der Brudermeister ein Herz...

Praest..  Erst mit dem 158. Schuss hatte Praest einen neuen König. Im Vorjahr hat es 31 Schuss gedauert. Wolfgang Schmitz, der Brudermeister persönlich, sicherte sich in einem harten Wettkampf mit Swen Ricken die Regentschaft. Um 14.02 Uhr fiel der Vogel nach einem 45-minütigen Wettstreit. In den Minuten zuvor wackelte der Vogel mehrfach heftig nach Schüssen von Ricken. Zweifelsohne hatte der Anwärter vom 20. Zug, der 25-jähriges Jubiläum feiert, den größeren Willen, den Königstitel zu erringen. Denn lange stand nur sein Name auf der Bewerberliste. Bei manch einem Interessenten gab’s ein Veto von der Frau. Bis sich schließlich Brudermeister Schmitz ein Herz nahm und aus der Solo-Langeweile-Nummer noch einen Wettkampf machte. Er trat erstmals um die Königswürde an.

Vorstand mit auf den Thron

Auch ohne mentale Vorbereitung konnte Volksbanker Schmitz sich über den Königsschuss freuen. „Ich bin ziemlich aufgeregt“, sagte er unmittelbar nach dem Schießen. „Herzlichen Glückwunsch“, rief freudestrahlend seine Frau und Königin Karin, die dann ihren König herzte. Sie hatte die ganze Zeit gehofft, dass ihr Wolfgang das Rennen macht. Sohn Luca (7) gratulierte dem Papa ebenfalls. Tochter Mariella (17) musste leider arbeiten. Mit auf den Thron kommt übrigens der gesamte Vorstand. Zum 50. Schützenfest hätte man mehr Bewerber um die Königswürde erwarten können – weniger als drei gab es noch nie in Praest! Allerdings rechnen viele Praester Schützen anders. Vor 50 Jahren war das Jahr 0. Erst im nächsten Jahr ist das Jubiläum rund. Und dann wollen viele antreten.

Den Reichsapfel, bei dem auch noch Gastvereine mitschießen dürfen, holte sich Frederik Hüsken (St. Georg-Schützen Hüthum), das Zepter ging an Rolf Rademacher (Zug 11, Schießmeister), den Kopf sicherte sich Michael Divis (8. Zug Junioren), rechter Flügel Theo Wissing (12. Zug) und linker Flügel Peter Schau (13. Zug Junioren).

Übrigens wurde Wolfgang Schmitz auch mit dem Hohen Bruderschaftsorden ausgezeichnet. Fahnenschwenkerverdienstorden in Bronze: Jan-Clemens te Baay, Tim Kleintjes und Tom Kleintjes. In Gold mit Eichenkranz Stufe IV: Torsten Fahrenholz. Silbernes Verdienstkreuz: Torsten Genius und Franz Rzesznick. Die Königinnenbrosche für die scheidende Königin geht natürlich an Martina Berkowich.

Am Sonntagabend fand das Jungschützenkönigsschießen statt. Hier holte Simon Wawrzyniak den Rumpf von der Stange und wurde neuer Regent.

Den Kopf schoss Mariella Schmitz, die Tochter des neuen Königs. Den linken Flügel holte Phillip Tebaay und den rechten Flügel Eric Bossmann.