Wo Wanderern das Herz aufgeht

Der Eltenberg hat viele Attraktionen zu bieten. Bevor man an der Jakobusstele an der Freiheit zur Wanderung aufbricht, sollte man sich Zeit nehmen für den Drususbrunnen (geöffnet Sa., So. u. an Feiertagen von 13 bis 17 Uhr, Eintritt: ein Euro, Kinder frei). Stets geöffnet ist die romanische St. Vitus-Kirche. Der einstige Schatz der Fürstäbtissinnen befindet sich heute aber in der Schatzkammer von St. Martini in Emmerich. Keineswegs verpassen sollte man den ausgeschilderten Blick ins Rheintal. Das Stein Tor, das Christoph Wilmsen-Wiegmann aus norwegischem Granit schuf und das den Startschuss für eine historische Skulpturenachse nach Kleve bilden sollte, ist ebenfalls sehenswert. Weitere Sehenswürdigkeiten entlang der meist leicht zu bewältigenden Etappe sind die Wild und ihr Eyland. Das Schlösschen Borghees hat eine bewegte, von Legenden um Mätressen und Könige umrankte Vergangenheit hinter sich. Die feinen Herren und Damen hatten einen ebenso feinen Blick, wenn sie über den Wassergraben hinweg zum Eltenberg mit der Kirche auf der Spitze hinaufschauten.

Eine Fundgrube sakraler Kunst ist die Schatzkammer in der St. Martini-Kirche in Emmerich. Prunkstück ist die Willibrordi-Arche, wenn sie nicht wieder einmal für Gastspiele ausgeliehen ist.

Ebenso interessant ist die Pfarrkirche St. Aldegundis, auch „olde kerk“ genannt, weil an dieser Stelle vermutlich Emmerichs erste Kirche stand. Gleich zwei Jakobus-Skulpturen beherbergt diese spätgotische Pseudo-Basilika und weist damit hin auf Emmerichs einstige Bedeutung als Pilgerstadt, die eine neu gegründete Gilde wiederbeleben möchte.

Mit das Geselligste, was Emmerich zu bieten hat, ist die neu gestaltete Rheinpromenade mit ihren Restaurants und Cafés. Bei schönem Wetter ist hier kaum ein Platz zu ergattern. Pilger sollten dennoch hier einkehren und sich eine kleine Rast gönnen, denn bei dem Blick auf Strom, Schiffen und Brücke geht einem das Herz auf.