Wie das Wasser weicher wird
07.12.2011 | 17:05 Uhr 2011-12-07T17:05:00+0100
Emmerich. Wie steht’s um den Neubau des Wasserwerkes? Seit sechs Monaten liegt die wasserrechtliche Genehmigung für den Neubau vor (die NRZ berichtete im Mai).
Jetzt geht’s um die baurechtlichen Dinge, schildert Stadtwerke-Chef Ulrich Schnake: „Wir müssen den Baukörper planen, den Bauantrag bei der Stadt stellen und dann umsetzen. In der zweiten Jahreshälfte 2012 werden wir die Planung wohl abgeschlossen haben, sodass im letzten Quartal 2012 der erste Spatenstich erfolgen könnte. Es ist von eineinhalb bis zwei Jahren Bauzeit auszugehen, sodass das Wasserwerk 2013/14 ans Netz gehen könnte.“
Das neue Werk am Kapellenberger Weg soll die alte Anlage aus den 60ern am Helenenbusch ersetzen. Die Betriebsgenehmigung war eigentlich schon abgelaufen und wurde nur noch einmal verlängert. Eine Sanierung des „historisch schönen Baus“, so Schnake, wäre attraktiver gewesen, allerdings wurde das bewaldete Areal inzwischen zur Wasserschutzzone erklärt, weshalb die Bezirksregierung keine Genehmigung für eine Sanierung oder einen Neubau an dieser Stelle erteilen würde.
Geschätzte sechsMillionen Euro
Die vorläufige Schätzung für das Investitionsvolumen am Kapellenberger Weg liegt bei sechs Millionen Euro. Diese werden allerdings nicht eins zu eins auf die Wasserkunden umgelegt, betont Schnake. Lediglich die Zinsen und Abschreibungen, die „deutlich unter zehn Prozent“ liegen werden, würden „sukzessive und maßvoll“ auf den Wasserpreis aufgeschlagen. „2012 steigt der Wasserpreis jedenfalls nicht“, sagt Schnake.
Trotz Mehrkosten werden viele Emmericher froh sein über den Neubau: „Es wurde von den Kunden gefordert“, verrät der Stadtwerke-Chef. Das bekanntlich hiesig harte Wasser (18 Grad deutsche Härte) wird durch eine Enthärtungsanlage weicher gemacht – „wahrscheinlich auf zwölf Grad deutsche Härte. Aber da stehen noch wasserwirtschaftliche Studien an“.
Jedenfalls wird es zum Beispiel weniger Kalkablagerungen etwa in den heimischen Kaffeemaschinen geben. Und es wird Einsparungen überall da geben, wo Wasser erhitzt wird.
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