Wenn Kinderaugen groß werden

Emmerich..  Ganz schön rasant ging es in Bochum beim Besuch des Musicals „Starlight Express“ zu. 40 Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren und fünf Betreuer fuhren am vergangenen Sonntag zur Vorstellung ins Ruhrgebiet. Die Fahrt konnte unter anderem durch die Spende der Stadtwerke Emmerich finanziert werden. Die Kinder hatten jede Menge Spaß.

Die Aufregung war groß, als sich die Gruppe vom Parkplatz des Willibrord-Gymnasiums auf den Weg machte, um das Musical „Starlight Express“, das schon über 25 Jahre aufgeführt wird, zu besuchen. Zwar nicht mit dem Zug, aber der große Doppeldecker-Bus war für viele das erste Highlight des Tages.

Kinnladen klappten herunter

In der eigens für das Musical gebauten Halle angekommen, konnten die Augen der Kinder kaum noch größer werden, dachten zumindest die Betreuer. Doch als kurze Zeit später das erste Lied erklang, die Lichteffekte einsetzten und die Darsteller in ihren aufwendigen Kostümen auf Rollschuhen über die durch das Publikum führenden „Gleise“ flitzten, klappten synchron auch noch 40 Kinnladen herunter. Gespannt verfolgten alle die Geschichte um die Dampflok „Rusty“, die sich in drei Rennen gegen die Diesellok „Greaseball“ und die E-Lok „Electra“ behaupten musste, um die Weltmeisterschaft der Züge zu gewinnen.

In einem Spektakel aus Musik, Gesang, Licht-, Laser- und Pyroeffekten und Akrobatik konnten die Kinder miterleben, wie die Züge sprichwörtlich um den Sieg kämpften. Da wurden Konkurrenten von den Gleisen gestoßen, unerlaubte Abkürzungen genommen und der „Bremswagen“ angehängt. Als „Rusty“ im letzten und entscheidenden Rennen als Erster durch die Ziellinie fuhr und nicht nur die Weltmeisterschaft gewann, sondern auch das stählerne Herz der schönen „Pearl“, des Erste-Klasse-Waggons, eroberte, war der Jubel groß.

Im Bus fuhren 40 mit einem wohl unvergesslichen Erlebnis „gefüllte“ Kinder zurück und summten und sangen nicht nur einmal den Refrain des Titelliedes. Und bestimmt hat das ein oder andere Kind in der Nacht unter dem Sternenhimmel von dem Zug geträumt, von dem die alte Dampflok „Papa“ erzählt hatte, um „Rusty“ Mut zu machen: dem „Starlight Express“!

Die Fahrt wurde begleitet von Mitarbeitern der Katholischen Waisenhausstiftung, die sich um die Logistik gekümmert hat. „Solche Ausflüge machen immer Spaß. Wenn man das Leuchten der Kinderaugen sieht, weiß man wieder, wieso man diesen Job gewählt hat, auch wenn es manchmal ganz schön stressig sein kann“, weiß eine Mitarbeiterin der Stiftung zu berichten.

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