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Weiter mit Manfred Mölder

18.03.2010 | 11:32 Uhr

Emmerich. Manfred Mölder bleibt Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Emmerich. Er erhielt auf der Jahreshauptversammlung 29 Ja-Stimmen. Vier stimmten gegen ihn, es gab eine Enthaltung.

Zu seiner Stellvertreterin wurde Christel Hülsberg  gewählt. Sie erhielt 25 Ja- und sieben Nein-Stimmen. Als Geschäftsführer fungiert Hans-Dieter Baars, Bildungsobfrau ist Danielle Zapp.

Elke Trüpschuch, Leonie Pawlak, Lisa Braun und Holger Klein kandidierten nicht mehr.

Leider nicht persönlich die Glückwünsche in der AWo-Begegnungsstätte  entgegen nehmen konnten die langjährigen SPD-Mitglieder  Manfred Hieret (40 Jahre), Inge Jessner (25 Jahre) und Claudia Rehder (10 Jahre).

Zunächst hatte der alte und neue Ortsvereinschef das Super-Wahljahr Revue passieren lassen. Mölder hatte  nichts dagegen, dass in diesem Jahr „nur“ die Landtagswahl ansteht. Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr wird die SPD ihre Veranstaltung  zum 1. Mai wieder im Lokal „Franz“ an der Rheinpromenade abhalten.

Christopher Hülsberg (Jusos) und Leonie Pawlak (AG 60plus) berichteten aus den Arbeitsgemeinschaften der SPD. Hülsberg kündigte an, dass sich der SPD-Nachwuchs mit jugendorientierten Aktionen in den Landtagswahlkampf einbringen wolle. Die Jusos wollen auch das Thema „behindertengerechtes Emmerich“ aufgreifen, sich zwei Rollstühle ausleihen und im Selbstversuch kritische  Örtlichkeiten ansteuern. Die Ergebnisse ihres Tests wollen sie dann in einem ausführlichen Bericht festhalten und später  Bürgermeister Diks überreichen.

Leonie Pawlak forderte    mehr Unterstützung  und Beachtung ein. Ihr Eindruck sei, dass die Senioren nur dann wichtig würden, wenn es auf Wahlen zugehe: „Das ist nicht ganz gerecht.“ Anneliese Heering wiederum wünschte sich ein Wiederaufleben der ASF-Frauen:. „Das war früher doch toll. Jetzt tut sich gar nichts mehr, das ist schade“, meinte sie. Der Vorstand will das Thema aufgreifen, kündigte Mölder an.

Hans-Dieter Baars konnte trotz der vielen Wahlkämpfe ein Plus in der Parteikasse von ca. 800 Euro vermelden, was der altgediente Sozialdemokrat Alfred Tenhaef mit der Bemerkung quittierte:  „Es zeigt sich, dass auch Sozis mit Geld umgehen können.“

Einen breiten Raum nahm der Bericht des Fraktionsvorsitzenden Rolf Diekman ein. Vor allem die Nachlese zur  Rheinpark-Debatte. Dazu waren auch selbstkritische Töne aus SPD-Reihen zu hören, aber es wurde auch Kritik am Aktionsbündnis laut. Das sei „an keiner Stelle kooperativ gewesen“, so   Christopher Hülsberg. Die SPD habe von Anfang an alles getan, um die Bürger mit ins Boot zu holen, „und als alles klar war, kamen die ganz Schlauen, um alles in Schutt und Asche zu legen“, wetterte  Tenhaef: „Einige Dinge waren unter der Gürtellinie.“

Hans-Jörgen Wernicke aus Elten wiederum wunderte sich, wieso es überhaupt soweit -  d.h. bis vor Gericht -  kommen konnte: „Das hätte man viel eleganter und vernünftiger lösen können.“

Norbert Kohnen

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